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Im Dewezet-Café kommen einstige Bewohner und Besucher zusammen

„Hamelwehr“-Treffen: Ein Stück Stadtgeschichte lebt wieder auf

HAMELN. Im Zuge der Dewezet-Serie „Die Menschen vom Hamelwehr“ äußerten viele ehemalige Bewohner den Wunsch nach einem Treffen. Dies fand Montagabend auf Einladung von Verlegerin und -Chefredakteurin Julia Niemeyer im Dewezet-Café statt. Dabei traten sogar bislang weitgehend unbekannte Verwandtschaftsverhältnisse zutage.

veröffentlicht am 27.03.2017 um 21:58 Uhr
aktualisiert am 28.03.2017 um 14:42 Uhr

Dewezet-Verlegerin und -Chefredakteurin Julia Niemeyer (li.) folgt im Multimedia-Raum der Dewezet den Ausführungen der Gäste darüber, was auf den Fotos vom Hamelwehr zu sehen ist. Foto: Dana

Es ist die erste Begegnung nach Jahrzehnten von Karola Langner (84) und Herta Carley (81; beide geb. Schön) auf der einen Seite und Renate Leuschner (65) auf der anderen. Die drei Frauen kennen sich noch vom Hamelwehr, ja, sie sind – über ein paar Ecken – sogar miteinander verwandt. Zustande kam diese Begegnung beim gestrigen „Hamelwehr“-Treffen bei der Dewezet.

Viele ehemalige Bewohner und Besucher des Hamelwehrs hatten im Zuge unserer Februar-Serie „Die Menschen vom Hamelwehr“ den Wunsch nach einem Treffen geäußert. Daraufhin lud Dewezet-Verlegerin und -Chefredakteurin Julia Niemeyer gestern Abend ins hauseigene Café in der Osterstraße – auch als Dankeschön für die Offenheit, mit welcher die Hamelner Redakteur Philipp Killmann für seine Recherche über das verrufene Hamelwehr Rede und Antwort standen. Bei Snacks und Getränken hatten die Besucher nun Gelegenheit, sich in lockerer Runde wiederzusehen, auszutauschen oder sich überhaupt erst mal kennenzulernen.

So hatte die heute in Einbeck lebende Renate Leuschner im Laufe der Serie etwa festgestellt, dass sie über Ecken mit den Schöns verwandt ist. Sogar auf ihre, wie sie sagte, „heimliche Liebe“ Reilo Weiß vom Hamelwehr traf sie an diesem Abend. Die Umarmung, die vor rund 50 Jahren nie stattfand, wurde gestern unter Beifall nachgeholt. Andere stellten fest, dass sie sich noch aus der Kindheit oder Jugend kannten. Die älteren Gäste hatten erstmals die Chance, die für die Hamelwehr-Serie konzipierte Multimedia-Präsentation zu sehen. Schnell schwelgten die Besucher in Erinnerungen. Ein Stück Hamelner Stadtgeschichte lebte an diesem Abend wieder auf, so drückte es Julia Niemeyer später aus.

Die Dewezet-Redaktion hatte die bislang unerzählte Geschichte des Hamelwehrs rekonstruiert und in einer achtteiligen Serie nacherzählt.red

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