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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 07.06.2021 um 11:57 Uhr
aktualisiert am 07.06.2021 um 16:50 Uhr

Zum Standort Gondelteich gibt es Alternativen

Das Thema FWH beschäftigt die Kommune nun schon seit Jahren. Der Standort am Gondelteich war und ist sehr umstritten und wird mehrheitlich von der Bevölkerung Pyrmonts abgelehnt. Offenbar haben sich jedoch in der Verwaltung einige Akteure – aus welchem Grund auch immer – festgebissen. Es bleibt festzuhalten, die nun in den Blick rückenden Standorte sind nicht neu. In einem Gespräch 2019 sagte mir ein Mitarbeiter des Bauamtes zum Beispiel in Bezug auf den Parkplatz Welger: „Da müsste man eben eine Hochwasserschutzwand setzen“!

Zum Thema alternativer Parkplätze erinnere ich mich an eine öffentliche Veranstaltung, in der den Besuchern ein äußerst skurriler Flickenteppich an Parkplätzen vorgestellt wurde. Bei dieser Veranstaltung war auch die zu erwartende Einreichung einer oder mehrerer Klagen Thema. Sollte es tatsächlich, und das ist wohl zu erwarten, dazu kommen, kann man getrost mit einem Abschluss der Verfahren nicht vor 2030 rechnen.

Wesentliches bleibt in der Diskussion völlig außen vor, was dem oder den Verantwortlichen in der kommunalen Verwaltung anscheinend völlig egal ist. Ich habe das in einer Mail an Herrn Reinhold Hilbers (cc Dr. Bernd Althusmann) wie folgt formuliert: Auszug: „Die Kommune plant ein höchst umstrittenes FWH am Gondelteich, auf dem einzig vernünftigen Parkplatz, der dringend benötigt wird, will der Ort überleben! Pyrmont liegt etwas abseits und wird noch lange auf den Individualverkehr angewiesen sein. Die Besucher, vorwiegend ältere Personen, benötigen kurze Wege. Die Parkplatzsituation ist in Pyrmont schon jetzt ein Problem, auch was die Ansiedlung von Hotels anbelangt. Wir wollten ein Inklusionshotel auf der Anzioallee (auch Staatsbadgelände) bauen, haben aber die Bauvoranfrage zurückgezogen. Man baut kein Hotel gegenüber einem FWH ...

Zum Standort Gondelteich gibt es Alternativen, unter anderem möchte die Bathildisklinik ein FWH mit Luftrettung, um die Klinik aufzuwerten ...“ Auszug Ende. Ein FWH ist wichtig für das Überleben. Hotels sind wichtig für das Überleben. Ein FWH mit Luftrettung hätte als Pilotprojekt die Klinik und Bad Pyrmont aufgewertet. Der ehemalige kaufmännische Leiter der Bathildisklinik hatte zur Vorstellung seines Konzeptes Politik und Feuerwehr eingeladen. Mangels Interesse waren nicht alle der eingeladenen Gäste erschienen.

Ich denke, die Öffentlichkeit sollte einmal erfahren, wie viel Geld die klamme Kommune mittlerweile für sogenannte Gutachten ausgegeben hat, immerhin Steuergelder. Mit einer Vision für den Standort Bad Pyrmont, einer Entwicklungsperspektive, wären meines Erachtens einige Kosten gar nicht entstanden. Ob für das derzeitige Ergebnis jemand die Verantwortung übernehmen wird? Die Bürger haben ja in naher Zukunft die Möglichkeit, ihr Urteil darüber zu fällen.