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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 29.03.2021 um 12:17 Uhr

Zu: „Nicht nur Vorteile durch mehr Bauland“, vom 15. März

Zum Schmunzeln

Heute noch heißt der Friedhof in ländlichen Gebieten „Kösters Kamp“, hergeleitet aus dem Plattdeutschen. Wörtlich übersetzt bedeutet Kösters Kamp „die Weide des Küsters“.

Der Küster (Köster), der auch fast immer Dorflehrer und Kantor war, hatte das Recht, seine Kuh auf dem Friedhof grasen zu lassen.

In der Hierarchie stand er hinter dem Pastor: De Köster is den Paster sien Gottswoort-Naharker. Oder deutlicher gesagt: De Köster is de Steert vun de Geistlichkeit. Der Name des neuen Baugebietes in Hessisch Oldendorf leitet sich sicher anders ab. Alteingesessene werden aber bei der Nennung immer an die alte Bedeutung von „Kösters Kamp“ denken und schmunzeln bei dem Gedanken, wo die neu zu bauenden Häuser errichtet werden.