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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 16.04.2021 um 17:24 Uhr
aktualisiert am 29.04.2021 um 11:22 Uhr

Leserbrief

Wind um nix

Zu: „Kampf gegen ,Perioden-Armut‘“, vom 12. April

„Menschen mit Uterus“, so war zu lesen, sind von Benachteiligungen betroffen. Auweia, da hat das Genderdiktat erneut zugeschlagen!

Die Grünen im Stadtrat stellen einen Antrag, um „Perioden-Armut“ zu vermeiden. Da muss ich mir als Frau die Augen trocken tupfen. So viel Wind um nix. Bedenkt man den Stückpreis eines Tampons von unter 0,05 Euro, so ist der Begriff „Armut“ doch ziemlich dick aufgetragen. „Menschen mit Bartstoppeln“, „Menschen mit Zahnlücke“, „Menschen mit Tränen in den Augen“ … es gibt so viel zu tun! Wo man hinschaut, Benachteiligte. Die Linken haben sich in ähnlicher Sprachmanier gegen Diskriminierung eingesetzt. Deren Bundestagsfraktion hat einen Antrag für „gebärfähige Körper, in der Mehrzahl Frauenkörper“ gestellt, um damit Reproduktionsmedizin auf Kosten der Allgemeinheit durchzusetzen. Bei diesen Formulierungen denkt man zunächst an einen schlechten Scherz. Die Knechtung unserer Sprache wird unter dem Mainstream der Political Correctness vorangetrieben. Zum Gruseln!