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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 23.07.2021 um 10:47 Uhr

Warum soll jetzt noch ein Spielplatz weichen?

Zu: „Stadt will bei Lärmschutz vor Güterzügen tricksen“, vom 7. Juli


Absurdes Schauspiel in Afferde: Grünfläche soll geopfert werden. Ich finde den Artikel sehr beunruhigend und es ist mir nicht klar, um was es vorrangig geht. Lärmschutz/ Wohnraumschaffung/Spielplatzabschaffung/Bereicherung Einzelner – und was bedingt das andere? Als Anwohnerin stehe ich der Elektrifizierung der Bahnstrecke Hameln/Elze kritisch gegenüber. Aber warum soll jetzt noch ein Spielplatz weichen? Der Güterverkehr muss aus Umweltschutzgründen auf die Schiene, keine Frage, aber muss dafür gleichzeitig Grünfläche vernichtet werden? Der Spielplatz ist hier in der Umgebung sehr gefragt und einer der wenigen, der auch für älter Kinder noch attraktiv ist. Äußerst beunruhigend finde ich die Schnelligkeit, mit der dieses Projekt vorangetrieben wird. Wie soll auf dieser kleinen Fläche Lärmschutz, Wohnraum- mit dazugehöriger Parkplatzbebauung und die „bestehende Spielgelegenheit“ erhalten bleiben – es scheint , als ob das Gemeinwohl finanziellen Interessen einzelner geopfert werden soll. Von dem dann anfallenden „mehr“ an Autoverkehr, Baulärm und Ähnlichem und der eventuellen Straßenerneuerung oder -Verbesserung (anteilig von Anwohnern zu zahlen), um die Zuwegung zum Neubau zu gewährleisten, ganz zu schweigen. Wir brauchen für unsere Kinder Zukunft, sie sollen sich gesund entwickeln und draußen spielen, andere Spielplätze in der Umgebung sind schon zurückgebaut oder dem Verfall preisgegeben. Sollen sie alle in der Wohnung bleiben und mit technischen Gerätschaften spielen? Da stören sie auch nicht? So möchte ich Kinder nicht aufwachsen sehen.