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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 07.06.2021 um 11:45 Uhr
aktualisiert am 07.06.2021 um 16:40 Uhr

Unverständlich

Das verstehen aber auch die deutschen Gerichte nicht! So hat das Bundesverwaltungsgericht die von der Bundesnetzagentur genehmigten Entgelte für Standardbrief, Kompaktbrief national, Großbrief national und Postkarte der Jahre 2003, 2004, 2005 – später die Erhöhungen 2019 und 2020 als rechtswidrig bezeichnet und die 2015 neu beschlossene Porto-Berechnungsformel für unzulässig erklärt. Das interessiert aber die Deutsche Post überhaupt nicht – und so wurden die Entgelte weiterhin erhoben – und für 2022 ist eine erneute Anhebung geplant mit der Begründung, „weil viel weniger Briefe verschickt werden, die Kosten aber nicht sinken“. Unverständlich, weil sich die Leistungen in der Brief- und Paketzustellung (Laufzeit) laufend verschlechtern und nicht mehr täglich die komplette Zustellung erfolgt. Gleichzeitig, und das muss man sich ganz genüsslich auf der Zunge zergehen lassen, hat die Monopolkommission berechnet, dass die Post durch das überteuerte Porto bis Ende 2021 eine Gesamtsumme von 450 Millionen Euro eingenommen hat. Für die Aktionäre interessant: das operative Ergebnis soll 2021 auf mehr als 5,6 Milliarden Euro steigen und für 2023 sind mehr als 6,0 Milliarden Euro geplant.