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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 27.04.2021 um 16:16 Uhr
aktualisiert am 28.04.2021 um 16:41 Uhr

Leserbrief

Unsoziale Kosten

Zu: „Wird unser Strom unbezahlbar?“, vom 31. März

Der Strompreis wird weiter steigen. Wenn eine Familie mit zwei Kindern 100 Euro pro Monat für Strom ausgeben muss, ist das unsozial. Warum sind wir soweit gekommen?
Die Energiewende ist, so erscheint es mir, ohne entsprechende Kenntnisse chaotisch in Gang gebracht worden. Ich erinnere noch an den Spruch von Trittin: „Es kostet uns nur eine Kugel Eis.“ Wir legen nach den Atomkraftwerken auch Steinkohlekraftwerke still, nicht nur Braunkohlekraftwerke. Wenn der Strom bei uns nicht ausreicht, kaufen wir den aus anderen Ländern zu. Der Strom, den wir aus Solar erzeugen, ist zu der Zeit der Produktion nicht voll nutzbar. Den verschenken wir, man kann Strom nicht speichern. Bisher haben unsere Kohlekraftwerke, die bei Steinkohle mit importierter Kohle betrieben werden, die Wertschöpfung bei uns entstehen lassen, daraus sind auch Steuern bezahlt. Jetzt entsteht diese Wertschöpfung in anderen Ländern. Im Winter müssen wir schon seit einiger Zeit den Großverbrauchern den Strom sperren. Wenn der Preis sich so weiter entwickelt, kann es zu Abschaltungen im Haushalt kommen. Für den Fall der Abschaltung haben die Grünen schon eine Regelung im Kopf. Jeder Haushalt bekommt Stromzuteilungen. Wenn die monatliche Zuteilung verbraucht ist, kommen Strafen. Im Vertragsentwurf in Bad.-W. (Grün-Schwarz) soll vereinbart werden, dass in den Staatswäldern 1000 neue Windräder aufgestellt werden. Das ist das Verrückteste, das ich je gehört habe. Wir fällen Bäume um Windräder im Wald aufzustellen, oben im Wald an windreichen Stellen. Dazu bauen wir Baustraßen dorthin und gießen sehr tiefe Fundamente, damit die Riesen-Windräder nicht umfallen. Die Windräder schreddern dann Vögel, besonders Greifvögel und Insekten. Die Nachbarländer wundern sich, dass die Deutschen die Energiewende so erfolglos planen. Ich auch.