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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 26.07.2021 um 09:53 Uhr

Unsinniges Projekt

Zu: „Zu finanzschwach – 6,62 Millionen Euro für Hameln“, vom 10. Juli


Wenn teurer Unsinn sich auszahlt! Nun ist Hameln, was alle schon seit Jahren wissen, beziehungsweise wissen müssten, im Armenhaus von Niedersachsen angekommen. Erst vor kurzen war in der Dewezet zu lesen, dass sich dieses Armenhaus einen opulenten, dafür aber überflüssigen, Radweg durch den Bürgergarten gegönnt hat, für sage und schreibe über „lächerliche“ 200 000 Euro. Diejenigen, welche Plastik in der Fontäne entsorgen, weil sie kein Hirn haben, werden kaum den Radweg benutzen und weiter durch die Anlage fahren.

Wer derart verschuldet, wie die Stadt Hameln, sein Geld für unsinnige Projekte ausgibt, der dürfte überhaupt keine Finanzspritze bekommen. Die Ratsfraktionen, die diesem neuen teuren Schildbürgerstreich zustimmten, müssten ihn aus eigener Tasche zahlen. Vielleicht würden sie dann mit den Steuergeldern etwas sparsamer umgehen. Der Sinn von Fahrradwegen ist der, dass Fahrradfahrer im Straßenverkehr vor Autos geschützt werden. Nun habe ich bisher kaum von Verkehrsunfällen mit Autos im Bürgergarten gehört, es fahren dort wohl zu wenige. Aber im Ernst, Fahrradwege sind sinnvoll und notwendig dort, wo Fahrradfahrer gefährdet werden oder wo durch Fahrradfahrer, zum Beispiel bei engen Fußwegen, Fußgänger gefährden können. Ein einfaches Schild, an jedem Eingang, über ein Verbot von Fahrradfahren etc. im ganzen Park ist billiger und effektiver. Allerdings muss das auch regelmäßig kontrolliert und entsprechend empfindlich sanktioniert werden.

Die ganze Geschichte schreit regelrecht nach einem Mario Barth, der kennt uns ja schon vom „Bäumezählen“! Und die Moral von der Geschicht, an manchen Stellen braucht man einen Fahrradweg und an manchen nicht!