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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 13.12.2021 um 10:50 Uhr

Umweltsünden rächen sich

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Zu: „Sorge vor zusätzlichem Schwerlastverkehr“, vom 3. Dezember


Zwischen Ohr und Emmern wird der Kiesabbau intensiviert, denn: Baumaterial ist knapp. Das über dem Kies liegende Erdreich soll von dort nach dem lippischen Barntrup verfrachtet werden (für die Baustelle der B 1 benötigt?). Es handele sich um 800 000 Kubikmeter Abraum. Bei einem spezifischen Gewicht von zirka 1,5 ergibt sich eine Masse von 1,2 Millionen Tonnen. Zuerst die gute Nachricht: Wenigstens wird es nur gut 25 Kilometer weiter verbracht und nicht sonstwo hin. Und: Es gibt doch die Bahn, die umweltfreundlich, elektrisch mit speziellen Güterwaggons, das Problem lösen kann. Beladung in Emmerthal, dann über Hameln, Weserbrücke, Klüttunnel nach Barntrup. Leider wurde die Eisenbahnverbindung von Barntrup nach Hameln schon 1980 eingestellt, die Schienen ab Barntrup abgebaut.

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Bereits Jahre zuvor „rentierte sich“ der Personenverkehr nicht mehr. Es fuhren kaum noch Züge. Ich erinnere mich, bereits ab 1971 umständlich und langwierig von Lemgo nach Hameln mit dem Bahnbus fahren zu müssen, um von dort auf der gerade elektrifizierten Strecke weiter nach Hannover zu gelangen.

So rächen sich die (Umwelt)-Sünden der Väter, oder sind es schon die Großväter? Man kann sich ausrechnen, wie viele Lkw-Ladungen 1,2 Millionen Tonnen Abraum ausmachen.