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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 23.08.2019 um 17:32 Uhr

US-Präsident vergrault alle Partner

Trump bedeutet Freundschaft „nix“

August
Nun haben wir wieder etwas gelernt. Die Amerikaner geben ihren Handelsüberschuss nicht „für heimische Zwecke“ aus. Ein dummer, gefährlicher Trumpel zündelt am Weltfrieden, wo er kann und entfacht einen Handelskonflikt nach dem anderen

Zu: „US-Botschafter droht mit Truppenabzug“, vom 10. August


Kein Tag vergeht ohne neue Drohungen gegen seine angeblichen „Freunde“. Dann wundert sich dieser gefährliche Vollpfosten noch, dass sich seine ehemaligen Partner weigern oder zieren, ihren finanziellen Zusagen aus berechenbaren Zeiten nachzukommen. Er weiß nicht, dass man Ausgaben, für was auch immer, so lange nicht erhöhen kann, wie nicht vorhersehbar ist, was der Depp als nächstes plant. Unsicherheit ist kein Garant dafür, Geld auszugeben und mehr schon gar nicht. Wozu die Aufregung? Es handelt sich bei den „mehr als 50 000“ lediglich um 35 000 Soldaten, die übrigen sind Zivilangestellte und Familienangehörige. Die sollen nun gen Osten verlegt werden und das ist genau die richtige Richtung, denn von da kommen doch, meines Wissens nach, immer die Russen.

Also bloß nicht aufhalten! Herr Wadephul hat deshalb vollkommen recht, möglichst schnellen Abzug zu fordern. Dann ist unter anderem das Erpressungspotenzial geringer. Außerdem bedeuten weniger Raketenstellungen weniger potenzielle Ziele!

Aber freuen wir uns nicht zu früh, der Abzug kommt nicht, dafür ist die strategische Bedeutung Deutschlands viel zu groß. Und was ist hier stationiert? Zu einem großen Teil Lagezentren und Lazarette. Polen dagegen liegt leider viel zu nahe an den Russen. Das müsste auch der amerikanische Präsident wissen. Die nationalistische polnische Regierung erfüllt ihre Verteidigungsaufgaben nur deshalb, weil sie quasi im Falle des Falles die Frontlinie wären. Andernfalls würden sie sich verhalten wie in der Flüchtlingspolitik.

Die Polen werden sich wundern, was der amerikanische Präsident unter Vertragstreue versteht. An seine Verträge haben sich lediglich die Partner zu halten. In einen wahren Freudentaumel werden Kaczynski und Co. erst geraten, wenn sie die Bedeutung von „vieles andere“ und „so sollte es auch sein“ herausbekommen. Schade, dass der „Brexshit“ nicht schneller geht. Dann würde man sehen, was diesem amerikanischen Präsidenten die „enge“ Freundschaft zu einem europäischen Winzling wert ist. Nix! Und die Moral von der Geschicht‘, traue einem Trumpel nicht!