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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 19.07.2021 um 10:42 Uhr

Strafgeld für Impfterminschwänzer ist Quatsch

Zu: „Der Nächste. Bitte!“, vom 6. Juli


Ein Strafgeld für Impftermin-Schwänzer ist absoluter Quatsch. Und deswegen wird es kommen, allen Dementis zum Trotz, denn damit kann man die leeren Staatskassen wieder auffüllen. Aber die Bestrafung trifft die Falschen! Das Strafgeld müssten die Bürokraten zahlen, weil durch deren Dilettantismus das Chaos erst angerichtet wurde. Ich hatte mich auf die Liste setzen lassen und bekam nach wenigen Tagen einen Termin, auf den ich zwei Wochen hätte warten müssen. Am nächsten Tag rief mich zufällig eine andere medizinische Einrichtung an und ich könnte in zwei Tagen geimpft werden. Klare Sache, dass ich zusagte. Jetzt musste ich aber den Listentermin absagen. Über den „Antwort“-Button war es nicht möglich, wäre auch zu einfach gewesen. Also die angegebene Nummer angerufen. Verschiedene Versuche mit dem immer gleichen Ansagetext: „Wegen der hohen Anruferzahl ... kann es zu längeren Wartezeiten kommen.“ Warum musste das alles über ein antikes Wählscheibentelefon laufen? Tinte und Federkiel hatte ich gerade nicht im Hause, und meine Brieftaube war anderweitig unterwegs. So ließ ich den Listentermin ohne eigenes Verschulden verfallen, wurde in der anderen Einrichtung geimpft und habe mittlerweile dort meine zweite Dosis erhalten. Impftermin-Schwänzer handeln nicht mutwillig, sie haben nur nicht die Chance, einen Termin abzusagen.