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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 16.07.2021 um 10:49 Uhr

Stilistische Grenzen

Zu: „Fischen für Frauen verboten“, vom 24. Juni


Durch mediale Aufklärung ist inzwischen deutlich geworden, woher der Begriff „Gendern“ kommt. Er fußt auf dem generischen Maskulinum, die menschliche Gattung betreffend. In der Evolution hat sich das generische Maskulinum schon weit vor der Schöpfungsgeschichte manifestiert. Später wurde die hinreichend bekannte Geschichte von Adams Rippe erfunden, aus welcher der Herr aller Dinge dessen Gefährtin formte. Friedrich von Schiller beschrieb es lange danach einmal so: „Der Mann muss hinaus ins feindliche Leben...“. Genauso lange lautete eine logische Ergänzung dazu: „ ...die Frau, die kann zu Hause bleiben“. Moderne Damen, welche generell diese natürliche Rollenverteilung infrage stellen, tun sich nicht immer einen Gefallen damit. Was überhaupt nicht bedeutet, Frauen seien beispielsweise niemals erfolgreiche Kriegerinnen gewesen. Süffisant übertragen auf andere Gattungen, kann auch der Jagdhund durchaus eine Hündin sein. Mit vergleichbarer Schärfe und Leistungsbereitschaft. Das generische Maskulinum in Sprache und Schrift sorgt zunehmend für Unzufriedenheit in der politischen Linken. Besser sei die Tilgung desselben ohne Wenn und Aber, was stilistisch an kuriose Grenzen stößt.

Gentlemanlike ist in Memmingen die evolutionäre Rücksichtnahme, das schwächere Geschlecht besser nicht in die trübe Mudde springen zu lassen. Eine aufmüpfige „Rippe“ kann ja auch zur Belustigung dienen. Nicht nur für wackere Fischermänner.