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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 11.03.2021 um 12:03 Uhr

Zu: „Stadttauben leiden unter Lockdown“, vom 27. Februar

Stadttauben sind auf Fütterung angewiesen

Wunderbar, dass es endlich Städte gibt, die erkennen, wie sehr Stadttauben, und ganz besonders im Lockdown, an Hunger leiden und im Sinne des Tierschutzes handeln. Daran sollten sich alle Städte ein Beispiel nehmen.

Das Argument, dass im Winter Straßencafés usw. immer geschlossen sind und die Tauben dann immer weniger Essensreste finden (die für sie ohnehin alles andere als gesund sind), kann ich nicht nachvollziehen. Stadttauben sind Nachkommen verwilderter Haustauben, die einst an menschliche Versorgung gewöhnt waren und sie sind standorttreu.

Sie sind auf menschliche Hilfe, sprich Fütterung, angewiesen. Ihnen diese zu verwehren, bedeutet für sie großes Leid und oft elendiges Verhungern. Es sollte endlich erlaubt werden dürfen, dass Stadttauben an ausgewiesenen Plätzen gefüttert werden dürfen, um dieses menschengemachte Leid zu beenden.

Viele Menschen wissen auch nicht, was es für die weißen Tauben bedeutet, die zu Hochzeiten als Symbol des Glücks und der Treue fliegen gelassen werden. Diese gezüchteten Tauben haben das Heimfindevermögen oft verloren und werden aufgrund ihrer Farbe von Greifvögeln leichter entdeckt. Sie finden kein artgerechtes Futter und verhungern elendig, wenn sie es nicht schaffen, sich den Stadttauben anzuschließen, denen es aber auch alles andere als gut geht.

So bringt es diesem Symbol von Treue und Glück keineswegs Glück, sondern oft Elend und Tod. Daher kann man nur immer wieder eindringlich daran appellieren, bitte keine weißen Tauben zu Hochzeiten fliegen zu lassen.