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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 29.08.2021 um 21:06 Uhr

Soll die Brücke schlechtgeredet werden?

Mit Unverständnis las ich den Artikel, dass der Hamelner Seniorenbeirat an die Politik und Verwaltung appelliert vom Brückenprojekt „Alte Eisen-bahnbrücke“ abzurücken und statt dessen lieber eine Weserquere zwischen Breslauer Allee und Fischbecker Straße zu schaffen. Der ganze Artikel ist unüberlegt und dazu auch unsachlich. Überhaupt sind in dem Artikel Widersprüche in sich enthalten.

Geht es hierbei nur darum, die Eisenbahnbrücke schlecht zu reden? Hierbei muss man sich fragen, wer ist der tatsächliche Urheber dieses Artikels? Es heißt zum Beispiel „eine superteure Umgestaltung, die ins Nichts führe, mehrere Kreuzungen und Straßen ohne Radwege, sowie 90 Nutzer pro Tag, die die Brücke frequentieren“. Hier entsteht der Eindruck, dass von einer Partei aus dem Hintergrund Stimmung gegen die Eisenbahnbrücke gemacht werden soll. Herr Bieri hat natürlich recht, wenn er meint, dass die Wangelister und Klein Berkeler weiter den bisherigen Uferradweg benutzen werden, aber nur bis zur Eisenbahnbrücke. Weiterhin heißt es: „Eine Fahrradroute vom Schulzentrum West in Richtung Schulzentrum Nord/Bildungszentrum Linsingen-Kaserne zu bauen, böte nach Ansicht der Senioren Vorteile“.

Nach der vorgeschlagenen Fahrradroute über Basbergstraße, Friedhofsquere, 164er Ring, Mertensplatz, an der AOK vorbei zur Weser und ins Klütviertel muss man sich fragen, was will Herr Bieri überhaupt damit ausdrücken? Weserquerung Breslauer Allee/Fischbecker Straße oder doch zwischen Jugendherberge und Campingplatz? Fest steht jedenfalls, dass wohl niemand bereit ist, diese Route vom Schulzentrum Nord zu benutzen, sondern die viel kürzere über Basbergstraße, Süntelstraße, Mertensplatz, AOK zur Weser. Der einzig richtige Weg ist, die Eisenbahnbrücke zu sanieren, auch wenn es von den drei Vorschlägen die teuerste Variante wäre.

1.) Die 1897 gebaute Eisenbahnbrücke ist stadtbildprägend, Hameln ohne diese nicht vorstellbar.

2.) Nach grundsolider Restaurierung sollte ein Restaurant mitten über der Weser eingeplant und gebaut werden.

3.) Die Stadt sollte weiterhin Eigentümerin der Brücke sowie des vorgeschlagenen Restaurants bleiben und dieses langfristig verpachten, um zumindest einen Teil der Kosten wieder einzuspielen. Auch die dauerhaften Unterhaltungskosten würden erheblich gesenkt. Weiterhin würden neue Arbeitsplätze entstehen, Einkommens- und Gewerbesteuern anfallen. Man stelle sich vor, man sitzt mitten über der Weser im Restaurant und blickt stromauf oder stromab, was für ein grandioser Ausblick. Das wäre ein weiteres Highlight in unserer Stadt, mit dem man wuchern könnte. Außerdem würde man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, zum einen ein fantastischer Fuß- und Radweg, zum anderen ein Restaurant, das Einheimische genauso wie Touristen anzieht. Fazit: Es gibt keine Alternative zur Eisenbahnbrücke!