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Zu: „Privilegien für Geimpfte? Kritik an Maas-Vorstoß“, vom 18. Januar

Solidarität und Gemeinsamkeit sollten im Vordergrund stehen

Auch eine Art von Publizismus? Privilegien für Geimpfte? Die Diskussionen über den gefährlichen Unsinn reißen nicht ab. Warum? Durchdacht ist das Ganze nicht. Wenn doch, wird es Zeit, dass diese Politiker ihr Amt abgeben.

veröffentlicht am 11.02.2021 um 14:53 Uhr

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Zunächst hört es sich, wie alles Publizistische, gut an, immerhin kann man mit Privilegien Impfunwillige dazu motivieren, sich doch noch impfen zu lassen. Wenn Impfstoff da wäre! Man kann dem Volk, also dem „Stimmvieh“, damit vorgaukeln, dass man seine Grundrechte zurückerhält. Wenn genug Impfstoff vorhanden wäre! Damit enden die scheinbaren Vorteile aber auch schon!

Statt mit Vorteilen für den Einzelnen zu werben, sollten vielmehr die Vorteile oder besser die Notwendigkeit von Solidarität und Gemeinsamkeit im Vordergrund stehen. Dass wir es nur gemeinsam schaffen, muss Leitlinie unserer Überlegungen sein beziehungsweise werden, nicht Eigennutz. Denn das wäre der Untergang! Zu Recht!

Mit der Realität hat der Maas-Unsinn, Verzeihung Vorstoß, wenig zu tun. Bei Menschen, die sogar um Toilettenpapier kämpften, muss man mit dem Schlimmsten rechnen. Und? Was hat dieser Kampf gebracht? Nix, außer Menschen, die heute noch auf recht viel Klopapier sitzen!

Gelernt haben wir daraus allerdings auch wieder nix! In unserer Gesellschaft geht weiterhin Eigennutz vor Allgemeinwohl. Soll es deshalb nun zum Kampf um Privilegien kommen? Zur Zeit können gerade mal die über 80-Jährigen geimpft werden. Bis auf einige Politiker wissen mittlerweile die meisten von uns, dass diese Altersgruppe nicht gerade dazu neigt, große Feste zu feiern oder dass sie besonders mobil ist. Außerdem sind diese Menschen meist auf jüngere Begleitpersonen angewiesen. Damit können sie gar nicht von den sogenannten Privilegien profitieren.

Mit Privilegien für Geimpfte kann es nur zu Konfrontationen zwischen den Geimpften und Ungeimpften kommen. Was kann ein 40-Jähriger dafür, dass er noch keine 60 ist oder älter? Warum kann der Nachbar, der Kollege seine Grundrechte besser ausüben als ich? Und zwar nur, weil er ein Jahr jünger ist? Solange sich nicht jeder impfen lassen kann, könnte derartiger Unsinn zu Unruhen führen! Zu Recht, denn es ist zu erwarten! Die Moral von der Geschicht’. Wer einen populistischen Vorschlag macht, der denkt meist nicht! Oder doch?



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