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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 09.08.2019 um 20:43 Uhr

Nitrat im Grundwasser

So wird das brisante Problem nicht gelöst

Die Nichterfüllung der Forderungen der EU in Bezug auf Reduzierung der Nitratbelastungen nach zwei Jahren ruft mehr als Erstaunen hervor und schürt die Möglichkeit der Bevorteilung der Landwirtschaft an.
Da diese Forderung in der vorgegebenen Nachfrist nicht erfüllt werden kann, droht eine Strafe von nur

Zu: , vom 26. Juli


850 000 Euro pro Tag. Diese Beträge werden dann mal soeben aus der Portokasse, die der Steuerzahler füllen muss, entnommen. Die vorgesehenen längeren Sperrzeiten sowie die zusätzlichen Zwischenlagerstätten (auch hierfür wird wohl wieder nach verlorenen Zuschüssen gerufen) lösen nicht das Problem der Nitratbelastung, sondern bewirken nur eine zeitliche Verschiebung.

Die hierdurch angefallenen Lagermengen müssen dann zusammen mit den standardmäßig angefallenen Mengen auf die größenmäßig unverändert gebliebenen Anbau- und Grünflächen verteilt werden. Dieses ist dann nur durch die Erhöhung der aufzutragenden Masse pro Quadratmeter möglich.

So wird das brisante Problem nicht gelöst. Grundsätzlich sollten Ausbau und Neubau von Großställen mittels gesetzlicher Regelungen erschwert und begrenzt werden. Eine neutrale Überwachung mittels Bodenproben für Ackerland und besonders für Grünflächen ist zwingend erforderlich. Ferner ist der Import von Geflügeldung und Gülle (z. B. aus den Niederlanden) gesetzlich zu verbieten. Nur so besteht eine Chance, unser dringend erforderliches Trinkwasser schadstoffarm zu halten.