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Leserbrief

So etwas untergräbt die dringend notwendige Solidarität

Zu: „Klinik-Chef drängelt sich vor“, vom 12. Februar
Nein, wegwerfen sollte man eine Dosis Corona-Impfstoff sicher nicht. Aber überlegen wir einmal: Wir haben 100 Dosen Impfstoff zur Verfügung und bestellen 100 Personen der ersten Priorität zum Impfen ein. Dann ist klar, einige können nicht geimpft werden (sind krank, erscheinen nicht, haben Kontraindikationen).

veröffentlicht am 18.02.2021 um 22:26 Uhr

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Das weiß ich und deswegen habe ich eine sogenannte Nachrückerliste gemacht. Auf dieser Liste stehen natürlich auch nur Personen der ersten Impfkategorie. So stelle ich sicher, dass diejenigen, die als erste geimpft werden sollen, auch als erste geimpft werden. Wir müssen niemanden impfen, der noch nicht dran ist, und müssen auch keine Impfdosen verwerfen.

Zum Krisenmanagement (die Kanzlerin sagt, ich werde geimpft, wenn ich dran bin): Krise bedeutet meiner Meinung nach bei dieser Pandemie, dass es zu einer massiven Beanspruchung von Intensivbetten kommt. Dann brauchen wir Schwestern, Pfleger, ÄrztInnen, die intubieren können, die Beatmungsgeräte bedienen können, die PatientInnen von Beatmungsgeräten abtrainieren können. Alles sehr schwierige Aufgaben die eine große Expertise erfordern. Das ist dann der Flaschenhals, der uns erwartet. Diese Pfleger und Schwestern sind schon jetzt im ständigen Kontakt mit infektiösen PatientInnen und haben so ein hohes Risiko, sich anzustecken. Damit besteht eine dringliche Indikation, sie jetzt zu impfen. Vielleicht war aber keine Impfdosis mehr da, weil sie ein Klinikchef oder Geschäftsführer des Krankenhauses bekommen hat, der ja wirklich nicht so infektionsgefährdet ist und daher nicht ohne Grund weiter hinten auf der Prioritätenliste rangiert. Ja, ich finde, so etwas gehört sich einfach nicht, ist egozentrisch und untergräbt die Solidarität, die so dringend notwendig ist.



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