weather-image
15°
×
Ein Leserbrief von veröffentlicht am 29.08.2021 um 21:11 Uhr

So etwas schickt sich nicht!

Beinahe die ganze politische Spitzenriege auf den Oppositionsplätzen überbietet sich in Vorwürfen gegen die Bundesregierung. Per Selbsteinschätzung plötzlich auch in der Außen- und Sicherheitspolitik firm, überbieten sie sich in Anschuldigungen, so etwa: „…in den letzten Wochen komplett die Augen vor dieser Notsituation verschlossen…“

Das hört sich so an, als haben diese Personen aus eigenen Kenntnissen und harten Fakten heraus das kommende Desaster als solches erkannt. Wenn dem so ist, dann kann, ja muss man fragen, was haben diese Personen und weitere „Analytiker“ denn unternommen, um die von ihnen erkannte Bedrohung von Diplomaten, von Soldaten, Angehörigen der NGOs, und auch von den Ortskräften noch rechtzeitig abzuwenden?

Dass man sich mit Anschuldigungen zurückhält, besonders gegenüber mitten in gefährlicher und äußerst diffiziler Operation steckender Minister, das sollten einem Anstand und Moral gebieten. So etwas schickt sich einfach nicht! Es verhöhnt die Opfer und die Familien von Männern und Frauen, die auf Grund von Parlamentsentscheidungen in den Afghanistan-Einsatz geschickt worden sind.

Was mögen die Besatzungen der Transportflugzeuge, die absichernden Fallschirmjäger und deren Angehörige in der Heimat von solchen Politikern halten, die auf dem Rücken dieser Leib und Leben Riskierenden ihren Effekt haschenden Wahlkampf betreiben? Nein, so etwas schickt sich wirklich nicht!