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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 21.04.2021 um 22:50 Uhr
aktualisiert am 29.04.2021 um 11:17 Uhr

Ruhegehälter von Landräten

Schlag ins Gesicht für die Bevölkerung

Zu: „Zu hohe Pensionen für Landräte und Stadtchefs?“, vom 8. April

Da schwillt mir der Hals und ich riskiere zu platzen, wenn ich diese Zeilen nicht schreibe.Wenn ich solche Dinge lese, wie mit Geldern der öffentlichen Hand umgegangen wird, kann ich nicht mehr still halten.

Es ist ja schon eine nicht vorstellbare Tatsache, dass in der Politik Posten verschachert und sich zugeschoben werden, für die man dann auch noch Aufwandsentschädigungen in nicht geringer Höhe bekommt. Aber dass eine – wenn auch führende Kraft – nach 5 Jahren ihrer Amtszeit Ruhegehälter bekommt, und das schon in jungen Jahren nach Ausscheiden aus dem Amt, von dem man an sich erwarten sollte, dass diese Person einen Beruf erlernt hat, den man anschließend immer noch ausüben kann. Monatlich Gelder in Höhe von 2500 bis 4000 Euro zu erhalten, nicht erst im Rentenalter, sondern schon direkt nach Ende der Tätigkeit, ist gegenüber der Bevölkerung, die mit körperlicher oder auch geistiger Arbeit über 45 Jahre schuften muss, um eine Altersrente zu bekommen, ein Schlag ins Gesicht. Kaum ein Rentner wird annähernd diese Summe im Alter erreichen. Nach einer Berufsaus- und weiterbildung von insgesamt 6 Jahren habe ich nach 47 Arbeitsjahren nicht einmal annähernd die unterste Summe zur Verfügung.