weather-image
23°
×
Ein Leserbrief von veröffentlicht am 04.06.2021 um 09:51 Uhr

Rücksichtslosigkeit ist erschreckend

Zu: „Krähender Hahn – verkrachte Nachbarn“, vom 20. Mai


Ich gehöre zu den Leidtragenden des Hahn-Gekrähes: und gleich vorweg, anders als in dem Artikel, geht es nicht nur um eine „Dame, die sich immer wieder beschwert“; den Hahn-Besitzern liegt seit einem Jahr eine Unterschriftenliste vor. Auch waren noch andere, sich beschwerende Personen vorstellig und haben auch an die Dewezet geschrieben oder angerufen.

Da diese Wohngegend eng besiedelt ist und neben dem Hühner-Hahn-Besitzer mehrere Häuser (teilweise 8 Etagen) eng stehen, verdoppelt sich der Lärm, es schallt (und den haben wir auch nachts) etwa so, als würde der Hahn in ein Mikrophon krähen und zwar halbstündlich. Offene Fenster, Balkonbenutzung – fast unmöglich. Diese Lärmbelästigung zieht sich jetzt zirka seit anderthalb Jahren dahin. Bei dem ersten Hahn wurde uns versprochen, dass er schnellstmöglich abgeschafft würde. Nach sechs Wochen atmeten wir auf, nach weiteren sechs Wochen war der nächste Hahn da. Dazu kommt, dass der Hahnbesitzer auch ansonsten häufig für Lärm sorgt: Schleif-, Sägemaschinen usw., und das auch gern in der Mittagszeit, Samstagmittag bis in den Abend. Sonntagmittag dann auch mal die Honigschleuder; Ruhezeiten interessieren da nicht.

Meiner Meinung nach sind solche Menschen sicher besser an einem Dorfrand (Bauernhof) aufgehoben als mitten in der Stadt, obwohl Dorfbewohner sich sicher auch nicht für Lärm begeistern. Erschreckend empfinde ich aber auch die Rücksichtslosigkeit, alle Bitten und Appelle gingen ins Nichts. Ich bin nicht der Meinung, dass Menschen einen Teil ihrer Lebensqualität aufgeben müssen, weil jemand unbedingt mitten in der Stadt einen Hahn halten muss. Lärm macht krank, Rücksichtslosigkeit auch.