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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 21.12.2020 um 15:37 Uhr

Leserbrief

Riesiger Verwaltungsaufwand

Zu: „600000 Euro zum Bummeln“, vom 24. November
Auch wenn sich sicher viele Einwohner von Hameln auf Gutscheine zum „Bummeln“ freuen, kann ich mich darüber nur ärgern. Da wird ein riesiger Verwaltungsaufwand betrieben, dessen Kosten sicherlich noch weitaus höher sind als die angegebenen 100 000 Euro.

Dann soll diese „bundesweit beispiellose Maßnahme“ auch erst greifen, wenn die Coronakrise vorüber ist. Ich bin sicher, dass die Betriebe jetzt Finanzprobleme haben und wann die Coronakrise vorüber ist, kann im Moment noch niemand sagen. Außerdem sollen, wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, alle Einwohner von Hameln – einschließlich Kinder und Säuglinge – diese Gutscheine bekommen. Ist man sich dabei bewusst, welcher Aufwand auch von den Betrieben geleistet werden muss, um die Gutscheine dann wieder zur Auszahlung einzureichen? Ich denke, dass der Aufwand auch bei der Verwaltung nicht mit dem vorhandenen Personal geleistet werden kann. Zu allem Überfluss fehlen mir bei den Begünstigten die Kulturschaffenden. Wie soll das zum Beispiel im Theater, im Kino und so weiter funktionieren? Es sollen doch mindestens 30 Euro investiert werden, um den Gutschein einsetzen zu können. Vielleicht sollte diese „beispiellose Maßnahme“ erst einmal gründlich überdacht werden, damit sie nicht zum riesengroßen Flop wird. Nach dem Motto: „Außer Spesen nichts gewesen!“