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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 17.09.2014 um 06:00 Uhr

Richtwerte sind zu beachten

Zu: „Der Bürgergarten ist keine Reeperbahn“ vom 12. September:

Ich bin schon sehr erstaunt, dass in dem Artikel mit keinem Wort auf die von den Bürgern gestellten Fragen zur TA Lärm eingegangen wurde. Die TA Lärm ist eine Verwaltungsvorschrift, die dem Schutz der Allgemeinheit vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Geräusche dient. Nach der Verordnung darf der Geräuschpegel im Bereich von Pflegeanstalten nur 45 dB(A) betragen. Im Bereich des Bürgergartens befinden sich zwei (!) Altenpflegeheime. Die TA Lärm sieht zwar ein Überschreiten des Wertes für sogenannte „Seltene Ereignisse“ vor, bei denen es trotz Einhalten des Standes der Technik nicht möglich ist, die Immissionsrichtwerte einzuhalten. Dies gilt aber für maximal zehn Tage (nicht Veranstaltungen) im Jahr und nicht mehr als für zwei aufeinanderfolgende Wochenenden. Auch kann niemand davon reden, dass der heutige Stand der Technik ein Einhalten der Immissionsrichtwerte bei Konzerten unmöglich macht. Unter Berücksichtigung dieser Fakten kann man nur zu einem Ergebnis kommen: Veranstaltungen mit Boxen und Verstärkern sind im Bürgergarten nicht möglich. Bei den übrigen Veranstaltungen ist die Einhaltung der Richtwerte zu beachten. Jürgen Leiss,

Hameln