weather-image
×

Zu: „Die Schlappe der Erfolgsgewöhnten“, vom 3. Februar und zu: „Berlin versucht die Schadensbegrenzung“, vom 1. Februar

Reine Kulisse

Erneut wird es bei Ursula von der Leyen überdeutlich: Perfekt durchgestylt allein reicht hinten und vorn nicht, auch wenn das mit englischsprachigen Reden gekonnt unterstützt wird. Für mich ist das eine reine Kulisse, hinter der sich Chaos breitmacht.

veröffentlicht am 15.02.2021 um 11:05 Uhr

Autor:

Eigentlich kann deshalb niemand überrascht sein, denn das war schon so, als diese Frau noch satirisch als Kanonenuschi durch die Medien geisterte. Wie man weiß, hatte sie auch als Verteidigungsministerin längst nicht nur bei der Gorch Fock versagt, als sie die ursprünglich veranschlagten Renovierungskosten von Zehnmillionen auf hundertfünfunddreißig Millionen Euro durchsetzte.

Als EU-Kommissionspräsidentin ist ihre Leistung allem Anschein nach nicht besser geworden, obwohl sie auch in Bezug auf die Coronastrategie von Fachleuten beraten wurde. Dennoch kamen dabei schwammige Verträge für die Impfdosenbeschaffung heraus. Auch das zieht sich wie ein roter Faden nicht nur durch ihre Politik, sondern durch nahezu alle Ministerien in unserem Land.

Eigentlich sollten die verantwortlichen Politiker/innen nach kurzer Amtszeit über ein Minimum an Wissen verfügen, das sie sich durch die Unterstützung ihrer nachgeordneten Fachressorts aneignen müssten. Es scheint aber nicht der Fall zu sein, dass in den Ministerien die hochrangigen Mitarbeiter wirklich Fachleute sind, die ihr Metier beherrschen. Warum sonst werden dort für zig Millionen Euro noch externe „Berater“ eingekauft, mit denen es in vielen Fällen auch nicht besser läuft?

Stellvertretend genannt sei hier Andreas Scheuer mit seinem Mautdesaster. Bei Jens Spahn zeichnet sich Ähnliches ab. Selbstverständlich kann man Fehler machen, doch in seinem Fall sind einige Vorfälle absurd. Das betrifft nicht nur den Geldsegen für Apotheken durch völlig überhöhte Zahlungen für die neuen Masken.

Auch an anderen Stellen wurden im Verbund mit dem Wirtschafts- und Finanzminister Unsummen an diverse Unternehmen verschleudert, die an wichtigeren Stellen fehlen. Interessant in diesem Zusammenhang: Jens Spahn gründete 2006 mit anderen ein Lobbyunternehmen für den Medizin- und Pharmasektor und gehörte ihm bis 2010 an. Fast gleichzeitig gehörte er von 2005 bis 2009 dem parlamentarischem Gesundheitsausschuss an (Quelle: Wikipedia).

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt! Irgendwie scheint es nach vielen gravierenden und sehr teuren Regierungsfehlern kein Wunder zu sein, dass einige Länder, auf die wir vor noch nicht allzu langer Zeit mit einer gewissen Überheblichkeit herabgeschaut haben, mittlerweile locker an uns vorbeiziehen. Das gilt unter anderem für den schnellen und flächendeckenden Breitbandausbau fürs Internet, für arge Defizite im Schul- und Klinikbereich und die äußerst peinlichen Vorgänge beim Bau des Berliner Flughafens.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kontakt
Redaktion
E-Mail: redaktion@dewezet.de
Telefon: 05151 - 200 420/432
Anzeigen
Anzeigen (Online): Online-Service-Center
Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
Abo-Service
Abo-Service (Online): Online-Service-Center
Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
X
Kontakt