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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 02.07.2021 um 10:40 Uhr

Reine Angst- und Panikmache von der BI Transit

Zu: „Elektrifizierung ein trojanisches Pferd?“ vom 22. Juni


Es ist unglaublich naiv: Da wird seitens der BI Transit und der Streckenanlieger befürchtet, dass auf der Cumberlandstraße in Afferde ein Verkehrschaos durch etwas vermehrten Zugverkehr entstünde. Und das bei maximal vier bis sechs Zügen je Stunde. Man schaue sich zum Vergleich einmal den Bahnübergang Hauptstraße in Emmerthal an: Dort schließen sich die Schranken in den Hauptverkehrszeiten acht bis zehn Mal je Stunde (4 S-Bahnen und mehrere Güterzüge gerade jetzt während des Umleiterverkehrs). So schnell sich ein Autostau gebildet hat, so schnell löst er sich nach Schrankenöffnung auch wieder auf. Von Chaos spricht dort niemand. Also mal wieder reine Angst- und Panikmache von der BI.

Und dann natürlich die Grünen mit ihrer Verkehrswende-ja-aber-nicht-vor-meiner-Haustür-Politik. Deren Vorsitzender und Oberbürgermeisterkandidat sollte es als Triebfahrzeugführer bei der DB AG eigentlich besser wissen beziehungsweise in dieser Eigenschaft für mehr Schienenverkehr allerorten uneingeschränkt werben und dazu auch stehen. Sorry, Herr Kornfeld, aber mit solch einem Herumeiern und Nach-dem-Mund-Reden bleibt Ihre Partei nicht auf dem grünen Zweig, auf dem sie sich eigentlich manifestieren sollte. Oder kennen Sie zum Beispiel einen Bäckermeister, der den Kunden sagt „Kauft meine Brötchen lieber nicht, bis ich eine Lärmschutzwand errichtet habe, weil das nächtliche Verladen und Abtransportieren der Backwaren die Anlieger stören könnte?“

Zum Schluss, apropos Wertverlust von Immobilien: Jede Immobilie – wie auch jegliche andere Gebrauchsgegenstände – verlieren allein schon durch Benutzung an Wert. Ist einfach so. Dass man hier den eigenen Egoismus über das volkswirtschaftliche Gemeinwohl stellt, zeigt deutlich die Unverfrorenheit (oder Unvollkommenheit?) mancher Menschen …