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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 28.05.2021 um 19:05 Uhr

Reine Ablenkung von der eigenen Unfähigkeit

Der plötzlich und unerwartet von einem Burnout heimgesuchte und sehr zum Wohl des Landkreises Hameln-Pyrmont ausgeschiedene Landrat Tjark Bartels erhebt schwere Beschuldigungen gegen das ihm unterstellte Jugendamt des Kreises Hameln-Pyrmont, dem er als Landrat in eigenen Zuständigkeit vorstand und auch verantwortlich war. Der von ihm geäußerte Satz („Das Entsetzen über die Fehlentscheidungen“ sei „bis ins Mark erschütternd“) ist in diesem Fall einfach nicht nachzuvollziehen.

Es zeigt die Unfähigkeit des Landrats, ein ihm unterstelltes Ressort zu führen. Wenn jemand das Amt eines Landrates übernimmt, hat er nicht nur zu repräsentieren und sich wohlwollend der Öffentlichkeit zu zeigen, sondern er übernimmt auch Verantwortung für das ihn unterstehende Personal und die damit verbundenen einzelnen Aufgaben. Wenn bereits 1998 Missstände in diesem Bereich bekannt waren, Herr Bartels jedoch erst im Jahr 2018 angeblich davon unterrichtet wurde, stellt sich mir die Frage, warum er diesem Vorwurf nicht sofort nachgegangen ist. Das Entsetzen über diese Fehlentscheidung ist reine Ablenkung von seiner Unfähigkeit, solch ein Amt auszuführen.

Die Blender in diesem Land und auch weltweit werden immer mehr, die Bevölkerung lässt sich einwickeln und hört nur noch die ach so schönen Worte, was tatsächlich dahintersteckt, interessiert keinen mehr. Jeder ist sich selbst der Nächste, darum kam der Burnout zur rechten Zeit.