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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 26.04.2021 um 17:11 Uhr
aktualisiert am 29.04.2021 um 11:17 Uhr

Im Bürgergarten fehlen Ruhepunkte

Radweg verschlechtert die Situation

Zu: „Wie viel Bürgergarten wird dem Radweg geopfert?“, vom 16. April
Wir Hamelner lieben unseren Bürgergarten, weil dort seit vielen Jahren immer wieder schöne Veranstaltungen stattfinden, zum Beispiel das beliebte Weinfest, Open-Air-Kino, Konzerte und so weiter, aber in erster Linie ist er eine „grüne Oase“, insbesonders für die Bewohner der Innenstadt.

Es sind die prächtigen alten Bäume, die großzügige Rasenfläche, der kleine idyllische Teich, die Blütenpracht. Leider ist unser kleines Paradies bei warmer Witterung total überlaufen. Sowohl auf der Rasenfläche als auch auf den Bänken herrscht dichtes Gedränge. Was dringend fehlt sind Ruhepunkte etwas abseits und im schattigen Bereich. Diese vermissen ganz besonders die älteren Menschen. Nun ist zu befürchten, dass der geplante Radweg die Situation noch verschlechtert, zumal die Grundfläche des Gartens erheblich verkleinert wird. Es stellt sich hier die Frage: Müssen die Radler unbedingt durch den Garten fahren? Ist niemand auf die Idee gekommen, das Ganze umgekehrt zu denken, also innen die Fußgänger Richtung City, und außen am Zaun entlang die Radfahrer? Die hätten in diesem Fall den jetzigen Fußweg für sich allein gehabt. Nach meinen Beobachtungen nutzen die Fußgänger kaum den derzeitigen Fußweg, sondern gehen lieber direkt am Mercure Hotel vorbei, wozu der Überweg geradezu einlädt. Zudem hätte man bei der umgekehrten Lösung sicher viel Geld gespart.

Die jetzigen Maßnahmen sollen 215 000 Euro kosten. Noch ein Gedanke zu dem idyllischen Gewässer, das nun „biologisch tot“ sein soll. Da war es interessant zu lesen (sh. Dewezet v. 1.4.) wie man bei dem Teich im Pyrmonter Kurpark das biologische Gleichgewicht erhält. Abschließend noch folgende Anmerkung: Man müsse die Menschen „mitnehmen“ ist heute ein vielzitiertes Wort. Das gilt wohl nicht für unsere Stadtverwaltung. Wir werden hier einfach vor vollendete Tatsachen gestellt. Oder wollte sich hier jemand ein Denkmal setzen?