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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 26.07.2021 um 10:00 Uhr

Pyrmont verabschiedet sich in die Drittklassigkeit

Zu: „Also doch: Abstimmung wird wiederholt“, vom 15. Juli


Bei der Abstimmung am 15. Juli für die Vergabe eines europaweiten Auftrags für ein Feuerwehrhaus am Gondelteich plädierte die CDU für eine transparente, offene Abstimmung, ‚Wir für Bad Pyrmont‘ und die SPD für eine geheime Abstimmung. Somit wurde geheim für den Antrag abgestimmt. Spricht man dagegen in der Stadt mit den Bürgern, bekommt man den Eindruck, dass eine große Mehrheit gegen eine Feuerwehr am Gondelteich ist. Die Aufgabe einer Zukunftsperspektive als Kurort wurde von S. Remmer in einem Leserbrief sehr treffend beschrieben, inzwischen ist von mehr als 300 Parkplätzen, die verloren gehen, die Rede. Und sie werden nicht mehr eins zu eins durch Ausweisung anderer Parkflächen ersetzt, wie früher argumentiert wurde. Damit steht die Zukunft Bad Pyrmonts als Kurort in Frage. Die Argumentation von Herrn Diedrichs behauptet, seit zehn Jahren alle Alternativen geprüft zu haben und zu keinem anderen Entschluss zu kommen. Man muss nicht Tucholskys Zitat von der Phantasielosigkeit bemühen – das würde zu weit führen – , aber das Ausschließen anderer Beweggründe wie die Funktion für den Tourismus der Zukunft oder der Wille, die eigene Meinung auch gegen vernünftige Argumente durchzusetzen, reichen schon. Diese und weitere Gesichtspunkte sollten die Pyrmonter Bürger bedenken, wenn sie zur Kommunalwahl gehen. Wer den Parkplatz am Gondelteich auch in Zukunft für Bad Pyrmont für wichtig hält, sollte Kandidaten wählen, die den Parkplatz erhalten wollen. Denn ohne Parkplatz am Gondelteich gibt es keine Zukunft für ein Bad Pyrmont. Und es ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein denkbar schlechtes Signal nach Hannover: Pyrmont verabschiedet sich in die Drittklassigkeit. Inzwischen wird berichtet, dass am Gondelteich 300 Parkplätze für die Feuerwehreinrichtungen verloren gehen. Damit verliert Pyrmont nicht nur den traditionellen Parkplatz für auswärtige Gäste für das Schloss, das Kurtheater und die Hauptallee, sondern nimmt in Kauf, dass auswärtige Besucher sich abgestoßen fühlen werden. In Zeiten, wo andere Heilbäder mit Urlaub in Deutschland werben. Und die Zukunft Bad Pyrmonts als Kurbad wird in Frage gestellt.

Demokratisch wäre es gewesen, das Ergebnis der Kommunalwahl abzuwarten.