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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 26.03.2021 um 12:02 Uhr

Zu: „Wir brauchen Astrazeneca“, vom 19. März

Nur ein Risiko von null Prozent ist akzeptabel

Hier wird ein Impfstoff, der im Verdacht steht, zu töten, als sicher eingestuft. Weil es sich ja nur um relativ wenige Verdachtsfälle handelt. Diese reichen mir aber schon aus, um sicher Nein zu sagen. Wer bei einer Impfung den großen Nutzen (viele Gerettete) über das kleine Risiko (wenige mögliche Tote) stellt, rechnet Menschenleben gegeneinander auf.

Ich staune, dass nun sogar SPD-Politiker wie Karl Lauterbach hier ihre Prinzipien vergessen und die Leute zum Impfen verführen wollen, um schnelle Erfolge bei der Pandemiebekämpfung zu erzielen. Auch bei nur sehr geringem Risiko, an einer Impfung zu sterben, trifft es irgendjemanden.

Gehen Sie mal zu den Angehörigen eines ach so seltenen Impftoten und trösten sie diese mit den Worten: „Nun regt euch doch nicht so auf, die Wahrscheinlichkeit, dass dies passiert ist, war doch winzig klein! Es wurden viele gerettet und alle (bis auf euren Angehörigen natürlich) können bald wieder ein schönes, uneingeschränktes Konsumleben genießen.“

Sterben für Verführer, Volk und Konsumland? Verzichte! Nur ein Risiko von null Prozent ist akzeptabel, und das haben wir garantiert beim Abstandhalten. Für Politikerzufriedenheit, Volksbequemlichkeit und Konsumfreuden darf niemand geopfert werden, erst recht nicht, wenn es Alternativen gibt. Was wir brauchen, sind Vernunft, Disziplin, Geduld, Kontaktbeschränkungen, Reise- und Ausgehverbote... und eine schlagkräftige Polizei, die dies alles konsequent durchsetzt und damit zu Lebensrettern wird.

Mit dem Virus haben wir ein Problem wie in kommunizierenden Röhren: Impfen macht nur Sinn, wenn die gesamte Weltbevölkerung schnellstmöglich durchgeimpft wird, sonst rücken uns hierzulande (beziehungsweise hierzukontinent) Mutationen, die sich den Teufel um die bisherigen Impfungen scheren, aus anderen Weltteilen schnell auf die Pelle.