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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 31.05.2021 um 17:47 Uhr

Nicht den Parkplatz vor dem Gondelteich opfern

Wie kann es nur sein, dass in unserem schönen Pyrmont eine starrsinnige Bürokratie über jede Vernunft siegen muss?! Da schreibt irgendwer eine 8-Minuten-Hilfsfrist vor und macht das dann zum Haupt-Entscheidungskriterium, ohne zu bedenken, dass die Wohn- und Arbeitsorte der Feuerwehrleute sich auch ändern können. Weitere Unbekannte sind: Wann wird der Alarm ausgelöst (1 Minute früher oder 10 Minuten später)? Wo liegt der jeweilige Einsatzort (Holzhausen, Kernstadt oder Oesdorf)? Welches Wetter herrscht (Glatteis, Schnee, ‚Starkregen, Dunkelheit)? Welcher Feuerwehreinsatz wird benötigt (Feuer, Unfall, Rettung, Fehlalarm)?

Ist eigentlich schon geklärt, wer nach der Zusammenlegung der Pyrmonter und der Holzhäuser Feuerwehr die „Federführung“ hat? Bleiben beide Wehren als zwei verschiedene „Vereine“ in einem gemeinsamen Feuerwehrhaus? Gibt es nach der Zusammenlegung einen gemeinsamen Fahrzeugbestand? Oder hat jede Wehr ihre eigenen Fahrzeuge? Warum wird aus all diesen Details so ein Geheimnis gemacht? Und warum lässt man irgendeine auswärtige Beratungsfirma maßgeblich mitentscheiden, wie, wo und durch wen das neue Feuerwehrhaus gebaut wird?

Es gibt meines Erachtens nur einen idealen Standort, der allen Kriterien gerecht wird, und das ist die kleine Straße östlich vom Autohaus Welger, die vom Parkplatz auf die Südstraße führt. Man müsste ein Stück vom Sportplatzgelände abnehmen und dann könnte man hier genügend Garagen für alle Arten von Feuerwehrfahrzeugen so anordnen, dass eine schnelle Ausfahrt zur Südstraße gewährleistet ist. Dabei wäre im hinteren Bereich „um die Ecke“ der Bau des Mannschaftshauses und des Übungsturmes möglich. Die Bauarbeiten wären in diesem Falle kostenmäßig viel günstiger als am Gondelteichparkplatz, und schließlich wäre auch im Hintergrund ausreichend Parkplatz für die zum Einsatz anrückenden Feuerwehrkräfte. Und wenn man dann noch die Planung und Ausführung der Bauarbeiten an Firmen aus unserem Steuer-Einzugsgebiet vergibt, dann hat man endlich doch alles richtig gemacht.

Den schönen großen Parkplatz vor dem Gondelteich zu opfern, der eine wichtige Grundlage für den Tourismus, die Kultur und den Einzelhandel Bad Pyrmonts bildet, wäre ein Jammer.