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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 28.05.2020 um 23:34 Uhr

Pyrmonter Welle

Muss immer gleich protestiert werden?

Zu: „Schelte für Saisonabsage“ vom 19. Mai
Spannend oder überspannt? Was soll das? Die ewigen Diskussionen über „richtig oder falsch“, die wohl momentan niemand beantworten kann. Solche Aktionen führen doch nur zu Spannungen.

Natürlich haben sich viele auf die Freibadsaison in diesem Sommer in Bad Pyrmont gefreut, wie ich mich auf Konzerte und andere vielleicht auf ihre Hochzeitsfeier. Die Absagen sind alle bedauerlich. Nur muss deshalb immer gleich protestiert oder am besten gleich demonstriert werden? Kann man nicht einfach einsehen: „safety first!“? Worum geht es denn? Drei Monate Spaß in der Pyrmonter Welle!? Die ich mir aktuell auch nur begrenzt „spaßig“ vorstellen kann! Denn wenn man vernünftig bleibt, heißt das wohl eher: Online ein Ticket kaufen, lange Schlange stehen, auf Abstand auf der Wiese liegen, zum Toilettengang mit Maske, für ein paar Runden im Kreis schwimmen. Sehr romantische Vorstellung!? Und diese bleibt dann zukünftig in meinem Kopf, wenn ich an die Pyrmonter Welle denke. Ich kenne übrigens niemanden in meinem Bekanntenkreis, der momentan eine solche „Großveranstaltung“ besuchen würde. Meiner Meinung nach sollen Spannungen aufgebaut werden. Politiker scheinen in ihrer Eitelkeit gekränkt, weil sie nicht genug im Stuhlkreis saßen und wenige unzufriedene Bürger wollen gerne meckern. Ich persönlich finde es gut, dass Herr Benkendorff eine umsichtige Entscheidung getroffen hat. Gerade in einem Kurort sollte doch wohl besonders auf den Schutz der größeren Risikogruppe geachtet werden!