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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 31.05.2021 um 17:49 Uhr

Mehr exportiert als importiert

Laut Statistischem Bundesamt, auf das sich das Bundeslandwirtschaftsministerium unter https://www.bmel-statistik.de/ernaehrung-fischerei/versorgungsbilanzen/fleisch/ bezieht, ergibt sich nämlich ein anderes Bild. Die sogenannte Versorgungsbilanz für Geflügelfleisch weist für den Zeitraum von 2010 bis 2017, also über 8 Jahre, Werte für alle Geflügelarten zusammen zwischen 112 % (2012) und 104,5 % (2017) aus. Erst 2018 fiel der Wert mit 98,9 % unter 100 % und verfehlte 2019 mit 99,9 % die 100 %-Marke nur denkbar knapp. Für den Teilbereich Hühnerfleisch werden für 2019 folgende Werte angegeben: Brutto-Eigenerzeugung von Hühnern 1 392 100 Tonnen (Schlachtgewicht). Es wurden 373 200 Tonnen aus- und 70 100 Tonnen eingeführt, also 5,3-mal mehr exportiert als importiert! Die Netto-Erzeugung belief sich damit auf 1 089 000 Tonnen und der Selbstversorgungsgrad betrug 111,3 %. Die Ertragslage der Mäster ist zugegebenermaßen schlecht: Der Auszahlungspreis betrug Ende April laut Branchenauskunft zwischen 81,6 und 84,2 Cent/kg Lebendgewicht bei einer Spanne zwischen 76 und 87,8 Cent. (Quelle: Deutsche Geflügelwirtschaft und Schweineproduktion, Heft 18/2021, S. 11).