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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 02.02.2020 um 21:48 Uhr

Sana-Klinikum

Medizinisches Personal leistet gute Arbeit

Zu: „Mit Geburtswehen weggeschickt“, und „Mediziner sehen eigene Gesundheit gefährdet“ vom 25. Januar
Schlagzeilen wie: „Unterlassene Hilfeleistung“ – Notarzt zeigt Hamelner Klinikum an, „Mit Geburtswehen weggeschickt“, „Mediziner sehen eigene Gesundheit gefährdet“ bestimmen die Meldungen in unserer Tageszeitung. Da frage ich mich: „Was läuft falsch nicht nur in unserer Stadt sondern im ganzen Land?“.

Schon seit Jahren kämpfen Pflegekräfte für mehr Unterstützung, nicht nur finanziell sondern vor allem personell. Leider werden die großen Missstände in Medizin und Pflege auf dem Rücken derer ausgetragen, die sich Tag für Tag mit Herzblut dafür einsetzen, dass es erkrankten und verunfallten Menschen irgendwann wieder besser geht, sie gar vollständig genesen. Und dieses Engagement reicht oft ganz weit über die eigene physische sowie psychische Gesundheit hinaus. Leider wird das viel zu wenig ERkannt und ANERkannt. Wenn sich jemand dieser Gutmenschen aber einmal fehlerhaft verhält, steht es am nächsten Tag auf der Titelseite, während die vielen (manchmal kleinen) Heldentaten keine Berücksichtigung finden, weder in unseren Köpfen noch in der Öffentlichkeit. Und, seien wir doch mal ehrlich, diese überwiegen. Ich selbst bin im letzten Jahr wegen eines Unfalls im Sana operiert, zwei Wochen stationär behandelt worden und den Ärzten und Pflegekräften sehr dankbar, dass ich heute meine gewohnte Lebensqualität wieder erlangt habe. Sie alle haben gute Arbeit geleistet. Ich möchte mich weder auf die Seite des Sana Klinikums stellen, noch bestreiten, dass sich die einzelnen Begebenheiten so zugetragen haben. Und ich verstehe auch den Unmut der Betroffenen. Aber ich möchte alle dazu auffordern, die näheren Umstände zu hinterfragen, die dazu geführt haben, dass es so gekommen ist und wer wirklich die Verantwortung dafür trägt. Wir können froh sein, dass wir in Hameln noch ein Krankenhaus haben, dessen Personal in den allermeisten Fällen Leben und Gesundheit rettet.