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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 17.10.2021 um 12:47 Uhr

Kreuzzug gegen Verkehrsteilnehmer


Ich bin geblitzt worden. Meist nicht so schlimm, da die Übertretung der erlaubten Geschwindigkeit nicht so hoch war. Der LK HM-Pyrmont möchte jedoch seine fehlenden Einnahmen von Verkehrsteilnehmern generieren, die sich nicht immer an die zulässige Geschwindigkeit halten (konnten). Z.B. der unaufmerksame Augenblick, wo Mann/Frau nicht auf den Tacho blickt, weil die Straße frei, geradeaus menschenleer und trocken ist. Die Gedanken streifen gerade einen bevorstehenden Einkauf. Und schon stehen auf der Uhr 59 km/h. Ein (bisheriges) Bußgeld von 15 Euro wird fällig. Ein Kindergarten, eine Schule in der Nähe? – nein. Weit gefehlt. Es ist nichts auf der Straße, nur der Blitzer am Rand, gut getarnt, damit auch ja jeder erwischt wird, der hier zu schnell fährt. Z. B. Fluthamelstraße in Höhe der Müllverbrennungsanlage. Oder auf der B 83. Sie überholen einen LKW auf 2-spuriger Fahrbahn. Der LKW fährt fast 90 km/h, um diesen zu überholen braucht man locker 200m bei erlaubten 100 km/h. Da „schiebt“ einen der nachfolgende Verkehr, weil die auch noch an dem LKW vorbeikommen wollen denn die doppelte Fahrspur endet in Kürze. Lässt man sich beeinflussen und beschleunigt, auch nur kurzzeitig auf 110-120 km, um vorbeizukommen, kann dies 25 bis 35 Euro kosten. Ich glaube nicht, dass dieses etwas mit Prävention, wie der LK vorgibt, zu tun hat. Es kommt mir eher als ein Kreuzzug gegen die am Verkehr teilnehmende Bevölkerung vor. Der Fahrer ist immer schuld, weil zu schnell, ist einfach zu simpel. Ich möchte kein Plädoyer für zu schnelles Fahren halten. Der Fahrer hat die Verantwortung. Das ständige Auflauern der Blitzerkolonnen schafft eher verkehrstechnische Unsicherheit und einen daher kriechenden Verkehrsfluss. Nirgendwo sonst habe ich so viele Blitzer gesehen wie im LK HM-Pyrmont.