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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 11.10.2021 um 10:12 Uhr

Kirche sollte die mittelalterlichen Methoden aufgeben

Zu: „Bistum Hildesheim schützte nur die Täter“, vom 15. September


Es graust und gruselt mich, wenn ich diese Missbrauchswahrheiten über katholische „Priester“ lese! War selbst Messdiener in der St.-Bonifatius-Kirche in Hessisch Oldendorf. Im Alter von 19 Jahren gab ich dieses Ehrenamt auf. Zum Glück gab es zu meiner aktiven Zeit nie Übergriffe vom Pfarrer oder eines Kaplans! Habe auch nie etwas in meinem damaligen Umfeld darüber vernommen. Diesen erwähnten Unhold („Bischof“) habe ich auch, mindestens einmal in einer heiligen Messe, in Hessisch Oldendorf erlebt.

Als ich nun nach meiner Ausbildung zum Postjungboten im Jahr 1967 beim Postamt 3, hinterm Hauptbahnhof in Hannover, im Paketumschlag eingesetzt wurde, musste ich, ob ich wollte oder nicht, am Groß-Bordell an der Ludwigstraße vorbei. Hier sah ich nunmehr eines guten Tages, wieder ob ich wollte oder nicht, meinen werten Herrn Pfarrer aus dem Puff steigen. Ich erkannte ihn zunächst erst gar nicht, weil er keine Kutte trug! Sah aus wie du und ich! Der ist wohl nicht dienstlich hier, dachte ich. Er erkannte mich nicht oder wollte es auch überhaupt nicht!?

Ich möchte hiermit nur sagen: Wenn dieses alle „Zölibatflüchter“ bei „Überdruck im Kessel“ so gehandhabt hätten, wäre den armen betroffenen Kindern und Jugendlichen jegliches Leid erspart geblieben!

Mein Vorschlag für eine bessere Welt muss lauten: Neben jedem katholischen Gotteshaus sollte auch ein Bordell ansässig sein! Oder man lässt von diesen mittelalterlichen, längst überfälligen Methoden endlich ab!

Übrigens, der Herr Kaplan, welcher im Jahr 1971 meiner Ehe den göttlichen Segen gab, stieg selbst aus, heiratete und gründete eine Familie. Das fand ich damals richtig stark! Der kam sogar aus unserer Rattenfängerstadt.