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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 21.04.2021 um 22:49 Uhr
aktualisiert am 29.04.2021 um 11:18 Uhr

Hohe Vergütungen

Impfärzte füllen sich die Taschen

Zu: „Kostentreiber Impfzentrum?“ vom 15. April

Während ungezählten Menschen hier und überall auf der Welt der Boden unter den Füßen weggerissen wird, aufgebaute Existenzen vernichtet und Hoffnungen zerstört, stopfen sich Ärzte in den Impfzentren innerhalb von 7 Stunden über tausend Euro an Steuergeldern in die Taschen – jeden Werktag (natürlich um Gottes Willen nicht am Samstag und Sonntag, auch nicht in Zeiten der Pandemie).

Und dies für eine subalterne Tätigkeit, die das Pieksen und stereotype Beratungsabläufe nun mal sind. Es geht also um über 20 000 Euro pro Monat bei einer angenommenen 35 – 40 Stunden Woche von Montags bis Samstag – vielleicht mehr – pro Arzt.

Ich persönlich würde mich schämen, als ein der Ethik und der Menschlichkeit verpflichteter Arzt solche Beträge unter solchen Voraussetzungen anzunehmen. Das widert schon an! Tausende von Ärzten und medizinischen Personal auf der ganzen Welt kämpfen in Kliniken um das Leben von Menschen und tragen echte medizinische Verantwortung im Gegensatz zu Piekser-Ärzten in den Impfzentren und jene bekommen vermutlich nicht einmal ein Bruchteil von solchen Vergütungen, oft fast gar nichts in vielen der ärmsten Ländern – und arbeiten am Limit – auch am Wochenende. Mich hat der Artikel in dieser Hinsicht wirklich sprachlos gemacht und die kritische Hinterfragung der Dewezet der Redakteurin Frau Balzereit bezüglich der Kostenstrukturen der Impfzentren, auch die der Benachteiligung der Hausärzte mit Impfdosen, hätte zumindest in ihrem Kommentar durchaus energischer und deutlicher ausfallen können. Aber dennoch war es gut und hilfreich, dass hier eine breite Öffentlichkeit erfährt, was hier eigentlich hinter den Kulissen abläuft. Danke für die Aufklärung! Bleibt zu hoffen, dass nun wie in fast allen anderen Ländern, an allen möglichen Stellen geimpft wird. Egal wo! Hauptsache impfen. Der Erfolg dieser Länder, mittlerweile auch der USA, gibt ihnen Recht, während in Deutschland die Bürokratie und Prinzipienreiterei (wie: Nur Ärzte dürfen impfen!) auf Kosten von Menschenleben gehen.