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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 31.05.2021 um 15:45 Uhr
aktualisiert am 31.05.2021 um 16:30 Uhr

Im Hamelner Impfzentrum geht es drunter und drüber

Zu: „So viel kostet das Hamelner Impfzentrum“, vom 6. Mai
Ich bin so richtig sauer. Das Hamelner Impfzentrum kostet eine Menge Geld, aber organisatorisch geht alles drunter und drüber. Als Praxispersonal wurden wir kurzfristig ins Impfzentrum einbestellt, um unsere Impfung zu bekommen. Eine Wahlmöglichkeit hatten wir nicht. Es hieß, entweder Astrazeneca oder wir haben Pech gehabt. Kurz danach traten die Komplikationen mit diesem Impfstoff auf, und unsere zweite Impfung wurde auf Biontech umgestellt. Alle zweiten Termine sollten aber Bestand behalten, neun Wochen nach der Erstimpfung. Diese hätten also ab Anfang dieser Woche stattfinden sollen.

Entsprechend haben wir also alles umorganisiert, um den Termin wahrnehmen zu können. Zufällig haben wir erfahren, dass im Laufe der Woche viele Personen einfach wieder nach Hause geschickt wurden, da die Impfung um drei Wochen nach hinten verschoben wurde. Es gab keinerlei Informationen seitens des Impfzentrums. Im Gegenteil: Vorgestern kam ein Schreiben des Landesministeriums Niedersachsen, in dem ausdrücklich drinstand, alle bereits vergebenen zweiten Impftermine bleiben bestehen. Weder gab es einen Anruf noch eine E-Mail noch ein Schreiben, sodass eine Vielzahl an Praxen und andere Einrichtungen einen mehrstündigen Verdienstausfall haben, der durch eine entsprechende Kommunikation hätte verhindert werden können.

So müssen wir noch drei weitere Wochen warten, bis wir als Gruppe mit extrem hohen Expositionsrisiko den vollen Impfschutz haben und noch einmal alles umorganisieren.

Würde ich so arbeiten, hätte ich längst eine Abmahnung erhalten. Bei dem Geld, was dort ausgegeben wird, ist eine kompetente Terminverwaltung und Information doch wohl nicht zu viel verlangt. An der Organisation muss dringend noch gearbeitet werden.