weather-image
14°
×
Ein Leserbrief von veröffentlicht am 17.09.2014 um 06:00 Uhr

Hauptsache, hier stimmt die Rechnung

Zu: „Wohin mit den Hamelner Fundtieren?“, vom 13. September

Ich bin schon ziemlich erschrocken über den Umstand, dass unser Hamelner Tierheim in Zeiten eines sehr hohen materiellen Wohlstandes der Bevölkerung mal wieder auf der Strecke bleiben soll. Fundtiere sollen zukünftig hier nicht mehr aufgenommen werden können, aus Kostengründen. Es steht auch zu lesen, dass in Hameln aufgegriffene Hunde und Katzen, nach Aufkündigung des Vertrages mit der Stadt, also auch ins Ausland geschafft werden können. Schieben wir doch gleich die Verantwortung ins Ausland ab, Hauptsache hier stimmt die Rechnung. Die Straßenschäden im Lande lassen wir dann auch gleich durch Ausschreibungen im Ausland reparieren. Die Finanznot der kommunalen Haushalte rechtfertigt nicht eine derartige Verantwortungslosigkeit gegenüber der Kreatur Tier. Ich selbst bin Bernhardinerbesitzer, ein Rüde aus der Gattung Bernhardiner in Not, eine Hündin aus dem Hamelner Tierheim, und zahle dafür sogar noch Steuern. Steuern für welche Gegenleistung der Stadt? Zum einen wäre es längst überfällig, dass sich außer der Presse mal Vertreter der Stadt mit zukunftsfähigen und sozialverantwortlichen Perspektiven und Modellen der Problematik beschäftigen, zum anderen würde ich eine Aktion wie „Hameln, die tierfreundliche Stadt“ anregen. Wenn zum Beispiel jede(r) Einwohner/in im Jahr allein einen Euro dazugibt, wäre das ein guter Anfang. Ich wäre gern bereit sofort damit anzufangen und stehe zur Verfügung.

Manfred Götz, Hameln