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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 14.02.2020 um 21:50 Uhr

Genau hinschauen

Seit einiger Zeit beobachte ich die Berichterstattung über Friedrich Köllings Nazi-Vergangenheit. Soweit ich den Berichten entnehmen konnte, wird die Diskussion über die Person Kölling ziemlich undifferenziert geführt.

Zu: „g“, vom 11. Februar

Die Dimension wird auf die einfache Formel reduziert „glühender Nazianhänger gleich alles Mist, was sonst noch von ihm stammt“. Selbstverständlich gehört Köllings Nazivergangenheit aufgeklärt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ebenso selbstverständlich ist aber auch die Frage zu klären, ob seine politische beziehungsweise ideologische Überzeugung seine Forschungsergebnisse beeinflusst hat. Und wenn ja: in welcher Weise? Das mündet in die entscheidende Frage: Was sind seine Forschungsergebnisse aus heutiger Sicht wert? Für den Einzelnen, für die Kommune. Das ist mühselig und unspektakulär und erlaubt die bisherigen Schnellschüsse nicht.