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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 26.07.2021 um 09:54 Uhr

Geld wurde verpulvert

Zu: „ Neuer Radweg ist kurzes Vergnügen“, vom 24. Juni


Der neue Radweg am Bürgergarten wird auch von vielen Fußgängern benutzt. Das Argument der Stadt, dort kämen sich Radfahrer und Fußgänger nun nicht mehr in die Quere, wird dadurch ad absurdum geführt. Dass Radfahrer und Fußgänger oft Verkehrsschilder ignorieren, hatte man im Rathaus nicht bedacht.

Das Problem besteht also immer noch, es wurde nicht gelöst, sondern für viel Geld auf den Boden des Bürgergartens verschoben. Es gibt in Hameln unzählige Wege, die von Radfahrern und Fußgängern gemeinsam benutzt werden dürfen (wie zuvor am Bürgergarten), wo die Stadt aber nichts ändert. Im vorliegenden Fall ging es doch gar nicht um Verkehrssicherheit, sondern um ein Prestigeobjekt: Verlängerung der Fahrradstraße in Rathausnähe. Die Stadt hat hier ein besonders großes faules Ei gelegt. Jeder Restaurantbesitzer in China würde aus Freude darüber in die Luft springen, ich dagegen falle vor Wut aus allen Wolken. Im Rathaus grinst man nun bestimmt dämlich und überlegt vermutlich, das verpulverte Geld wieder hereinzusparen, indem man bei der geplanten Rathauserweiterung auf den Einbau von Fenstern und Beleuchtung verzichtet. Das Licht können Mitarbeiter der Stadt ja einfach draußen in Tüten einfangen und ins Rathaus tragen, damit Hamelner Politiker dort endlich mal ein Licht aufgeht!