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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 19.08.2021 um 19:43 Uhr

Leserbrief

Gefährlicher Nährenbach

Zu: „Suche nach Schutz gegen Hochwasser“, vom 17. Juli

Für die Vorsorge und Abwendung einer Flutkatastrophe wie 1966 sind in Fischbeck nicht alle erforderlichen Maßnahmen getroffen. Die wichtigste wasserbauliche Arbeit, nämlich eine intakte Vorflut herzustellen, ist seit der Eingemeindung in die Stadt Hessisch Oldendorf vernachlässigt worden.

Nach der Hochwasserkatastrophe 1966 wurden mit erheblichen öffentlichen Investitionen neue Brücken in Fischbeck gebaut. In den Jahren nach der Katastrophe wurden Anschwemmungen, Schlamm und der Unrat penibel entfernt. Das Wasser aus dem Rückhaltebecken konnte zügig abfließen. Heute befindet sich im Nährenbach starker Bewuchs, alte Mauersteine liegen im Bachbett, und unter den Brücken befinden sich Sand- und Geröllbänke.

Aufgrund des Klimawandels muss damit gerechnet werden, dass sich die Niederschlagsereignisse gegenüber dem Jahr 1966 noch katastrophaler auswirken können. Als stark Betroffene vom Dammbruch 1966 fordern wir die verantwortliche Verwaltung, insbesondere die Stadt Hessisch Oldendorf, auf, die Vorflut des Nährenbaches als wichtige wasserbauliche Maßnahme wiederherzustellen. Der ausreichende Abfluss des Wassers bei starkem Niederschlag ist im Nährenbach nicht gewährleistet. In der Hochwasserkatastrophe an der Steinbuch-Talsperre oder bei einem Rückhaltebecken in Großbritannien wurden alle Motorpumpen des Landes eingesetzt, um einen Dammbruch zu verhindern. Diese Szenarien dürfen in Fischbeck nicht eintreten.