weather-image
16°
×
Ein Leserbrief von veröffentlicht am 16.08.2021 um 13:17 Uhr

Experimente können wir uns nicht leisten

Zu: „Grüne wollen Vetorecht für Klimaschutz“, vom 4. August


Darüber, was uns von unseren Parteien mit ihren Kanzlerkandidaten geboten wird, kann man nur staunen. Kein gut geführtes Unternehmen würde einen Praktikanten zum Chef machen, es sei denn, man plant den Untergang und genau hierauf steuern die Grünen zu.

Unsere Verwaltungen und Gerichte stehen sich schon heute in unerträglicher Form „auf den Füßen“ und behindern manche sinnvolle Entwicklung. Und nun noch ein Vetorecht für den Klimaschutz und ein bremsendes Ministerium zu fordern, zeigt deutlich, wo wir mit einer Regierung hinkommen, die von den „Grünen“ dominiert wird.

Annalena Baerbock sollte doch einmal bei unserem kaum bekannten Bundes-Entwicklungsminister für ihr Wahlprogramm abschreiben. Sie würde dann vielleicht verstehen, dass nicht mit der Reduzierung von Deutschlands CO2-Weltanteil von 2 Prozent das Weltklima zu retten ist. Es bedarf schon besserer Ansätze. Vor mehr als 20 Jahren hat der „Grüne“ Joschka Fischer mit zu wenig Fachwissen und Weitsicht unter anderem mit der „Hoechster Farben AG“ die „Apotheke der Welt“ zerschlagen. Unfähige Manager waren die Folge, die nichts von Chemie und Pharma verstanden. Es war dann der Tod der Weltfirma Hoechst AG. Das „Corona-Virus“ muss nun mit kleinen tüchtigen und jungen Firmen wie Biontech bekämpft werden. Mit einer Firma wie der Hoechst AG die, die „Apotheke der Welt“ verkörpert hat, wäre dies einfacher gewesen.

Gerade hörte ich im Radio von dem SPD-Generalseketär, dass Olaf Scholz in seiner ruhigen Art „liefere“ und nun den größten Zuspruch der drei Kandidaten hat. Was liefert er denn schon? Wir haben ernste Probleme mit der langfristigen Sicherung unserer Alterssicherung und unser Finanzminister legt sein Geld, wie er betonte, auf dem Sparkonto an. Und das meint er ernst. Wenn er und seine Frau zwei Ministergehälter haben, kann man dies so machen. Dies ist aber kein Alterssicherungssystem für den Normalverdiener.

Der Weg zu einer auskömmlichen Altersversorgung führt nicht an der Aktie als langfristiges Wertpapier vorbei. Man muss Systeme wählen, die das Geld in der Kasse lassen und nicht wie bei „Riester“ zu viele Mitverdiener hat.

Da Herr Scholz und seine SPD noch im Sozialismus des 19. und 20. Jahrhundert verhaftet sind, können wir von diesem Kanzlerkandidaten und seiner SPD auch nur Stillstand und Rückschritt erwarten.

Der CDU-Kandidat ist kein „Praktikant“. Er regiert das große NRW erfolgreich, aber vielleicht ist er manchem mitunter zu volkstümlich. Wenn Ministerpräsident Armin Laschet das Potenzial seiner Partei richtig nutzt, wie seinerzeit Willi Brandt, der mit Helmut Schmidt, Alex Möller und Karl Schiller eine überzeugende und kompetente Mannschaft aufstellte, wäre mir um die Zukunft unseres Landes nicht bange. Experimente wie einst unter Fischer können wir uns nicht leisten.