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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 25.11.2019 um 22:10 Uhr

Trump nicht Garant des Friedens

Europa muss zusammenstehen

Der Leitartikel erinnert an die eigentlichen Akteure beim 2+4-Vertrag, der ratifizierten Vereinigung beider deutschen Staaten. Es war das US-Volk, das mit besonderem Wohlwollen den Mauerfall begleitete.

Zu: „Nicht ohne die Amerikaner“, vom 7. November


Die europäischen Nachbarn, Partner und oft als „Freunde“ apostrophierten Europäer waren da sehr skeptisch und eher abwartend, was für ein neues Deutschland da heranwüchse und die europäische Machtverteilung verändern könnte.

Im Gegensatz zu US-Präsident George Bush sen. ist sein Parteikollege Donald Trump nicht der Garant des Friedens, weder diesseits noch jenseits des Nordatlantiks. Das soll nicht als der Anfang vom Ende der Nato bewertet werden. Doch es heißt bei sich ändernden Verhältnissen in der transatlantischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik, sich daran zu erinnern, dass Europa in der Lage sein sollte, sich selbst zu verteidigen. Das ist weder mit Sonntagsreden noch zu Schleuderpreisen zu erreichen. So ist es nur an der Zeit, sich angesichts der Spannungen im Verhältnis zu Russland wieder um die Landes- und Bündnisverteidigung zu kümmern. Und es muss das Vereinigte Königreich sehr aktiv einbezogen werden. Brexit hin, Brexit her: Das sind zwei Paar Stiefel. Und es ist auch für Deutschland an der Zeit, sich des zuweilen besonders innigen Verhältnisses mit Frankreich zu erinnern und beide Nationen als „Lokomotiven für Europa“ aufs Gleis zu stellen. Das gilt auch für die Sicherheit und Verteidigung Europas.