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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 09.04.2021 um 17:34 Uhr
aktualisiert am 29.04.2021 um 11:26 Uhr

Leserbrief

Es wird noch zu viel Fleisch gegessen

Zu: „Fleischkonsum halbieren“, vom 29. März

Der Präsident des Umweltbundesamtes fordert eine Halbierung des Fleischkonsums in Deutschland, um umweltschädliche Massentierhaltung zu reduzieren. Obwohl der Trend zur vegetarischen oder veganen Ernährung zunimmt, wird trotzdem immer noch zu viel Fleisch gegessen.

All das aufgedeckte entsetzliche und unendlich grausame Tierleid in Massentierhaltungen, bei Transport und Schlachtung lässt leider immer noch zu viele Menschen kalt. Dass Verbrauchern angesichts dieses Tierleides Fleisch immer noch schmeckt, ist für mich absolut nicht zu verstehen.

In den letzten Jahrzehnten hat sich nicht wirklich etwas für die sogenannten Nutztiere gebessert, sondern immer neue Skandale kommen ans Licht. Dass irgendwann eine Partei an die Macht kommt, die hier wirklich etwas zugunsten der Tiere ändert, wage ich mehr als zu bezweifeln. So wird es noch mindestens acht Jahre dauern, bis alleine die Kastenstände in der Schweinehaltung abgeschafft werden. Wenn Verbrauchern das Leid der Tiere so egal ist, wird es auch die vom Präsidenten des Bundesamtes angeprangerte Umweltschädlichkeit der Massentierhaltung sein. Christa Blanke, Gründerin von „Animals‘ Angels“, hat einmal gesagt: „Ich habe mich zu keiner Zeit der Illusion hingegeben, dass Tiere in einer auf gnadenlose Profitmaximierung organisierten Welt Chancen für ein gutes Leben haben.“ Seinen Fleischverzehr zu halbieren oder besser ganz darauf zu verzichten, wäre der Anfang für ein besseres Tierleben und gegen die Umweltschädlichkeit.