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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 26.07.2021 um 09:56 Uhr

Entsetzt über die brutale Gewalt an obdachlosen Menschen

Zu: „Obdachloser wurde erstochen“, vom 7. Juli


Es entsetzt mich total, dass obdachlose Menschen immer wieder Opfer brutaler Gewalt werden. So auch in diesem Fall, der zwar noch unaufgeklärt ist, wo das Opfer aber erstochen wurde. Sie werden beleidigt, zusammengeschlagen oder sogar im Schlaf angezündet. Niemand ist davor gefeit, in die Obdachlosigkeit zu rutschen. Was diese Menschen brauchen, die am Rande der Gesellschaft mehr vegetieren als leben, ist unsere Hilfe, kein Hass und keine Gewalt. Sie zu grüßen, sie nicht zu übersehen, sie zu fragen, ob sie etwas brauchen, ihnen einen Kaffee oder ein belegtes Brötchen zu spendieren, eine Dose Hundefutter für den mitgeführten Vierbeiner oder in der Hitze des Sommers eine Flasche Mineralwasser hilft ihnen schon viel und ist für jeden machbar. Obdachlose sind Menschen! Sie sind in ihrem Leben ganz tief abgerutscht, und viele von ihnen haben bereits in der Kindheit Schlimmstes erlebt. Ihr Leben ist geprägt von Armut, Entbehrungen und Einsamkeit. Ein Leben, das sich niemand wünscht, aus dem aber wieder herauszukommen wahnsinnig schwer ist. Wenn man ihnen nicht in irgendeiner Form helfen will, so soll man diese Menschen doch wenigstens in Ruhe lassen und ihnen nicht mit Hass und Gewalt begegnen.