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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 12.03.2021 um 14:19 Uhr

Zu: „Schlechte Zeiten für Pendler“, vom 4. März

Entscheidung über die Köpfe der Bürger hinweg

Es ist unglaublich: Da gibt selbst der Bund der Deutschen Bahn vor, ihr Regelangebot in diesen Zeiten der schwachen Auslastung aufrechtzuerhalten, und auch kein anderes Nahverkehrsunternehmen weicht groß davon ab, aber was machen die Hamelner Öffis? Sie schränken den Fahrplan ein!

„Die Ausdünnung soll dazu beitragen, Kontakte einzuschränken“, so argumentieren sowohl der Geschäftsführer Arne Behrens als auch der Landkreis als Aufgabenträger. Da sich Herr Behrens wohl kaum aus eigenem Antrieb zu so einer Handlungsweise hat hinreißen lassen (falls doch, wäre er fehl am Platze), muss vermutet werden, dass da einmal mehr ein Adomatismus (sic!) dahintersteckt, der seinesgleichen sucht.

Da erdreistet sich der Landkreis, den aus seiner Sicht offenbar unmündigen Bürgern auf diese Weise durch die Hintertür vorzuschreiben, was sie zu tun und zu lassen haben. In welchem Auftrage handeln Landkreis und Landrat denn eigentlich? Einmal mehr entscheiden sie über die Köpfe der sie Wählenden hinweg. Diese Institution sollte endlich dafür sorgen, dass Verantwortungsbewusstsein und Intelligenz nicht immer wieder einen großen Bogen um die Süntelstraße machen …