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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 20.09.2021 um 11:46 Uhr

Endlich bürgerfreundliche Arbeit umsetzen!

Zu: „Ohne Termin läuft nichts“, vom 27. August


Herr Wahmes als Stadtsprecher ist im Artikel wie folgend wörtlich zitiert. „Besuche ohne Termin sollen künftig die Ausnahme bleiben“ und „Dafür gibt es gute Gründe“. Dazu fallen uns vor allem folgende Gründe ein: 1. Die Mitarbeiter des Bürgeramtes möchten der nervigen Auseinandersetzung mit den Bürgern, von denen sie über Steuern und Abgaben finanziert werden, soweit es möglich ist aus dem Weg gehen. 2. Arbeitsabläufe sollen rationalisiert und somit Arbeitsplätze langfristig abgebaut werden. Was dann als gerechter Ausgleich für die nicht bürgerfreundliche Arbeitshaltung der Verwaltung wäre, aber nur wieder zu Belastungen der Solidargemeinschaft führen würde. 3. Mit einer überlasteten Telefonanlage und nicht zuzuordnender Ansprechweise über E-Mail lässt sich der berechtigten Kritik von Bürgern sehr einfach aus dem Wege gehen. Worin ein weiterer Schritt hin zu Anonymität und Verringerung sozialer Kompetenzen zu sehen ist.

Wir und unsere Kinder haben als Familie bereits negative Erfahrungen mit diesem neuen Modus des Bürgeramtes gemacht. Und auch im beruflichen Umfeld und im Bekanntenkreis gibt es vielzählige negative Berichte. (Termine für Ummeldungen erst nach Monaten und die komplette Unterlassung dringender Hilfestellung bei wichtigen Verwaltungsakten wie zum Beispiel der Ausstellung von Urkunden.) Wir als Bürger und Steuerzahler fragen uns, ob Herr Wahmes seine Äußerungen mit dem Bürgermeister und den politischen Akteuren abgestimmt hat. Corona sollte hierfür nicht länger als Ausrede akzeptiert werden. Die Verwaltung sollte stattdessen endlich konsequent eine moderne und bürgerfreundliche Verwaltungsarbeit umsetzen. EDV-gestützt und effizient für alle, die damit umgehen können. Und persönlich und zugewandt für alle, die sich dieser modernen Technik nicht anpassen können. Wenn das eine endlich mal umgesetzt würde, wäre auch weiterhin genug Zeit für das andere. Dafür sollte Politik sich einsetzen