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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 11.10.2021 um 21:23 Uhr

Eine schlechte Lösung

Das ist ja prima, dass Herr Oberbürgermeister Griese und Herr Ortsbürgermeister Lönnecker glücklich und zufrieden sind mit dieser Lösung! Wie glücklich und zufrieden ein großer Anteil der afferdschen Bevölkerung ist, war bei dieser Lösung wohl nicht im Gespräch? In der Tat ist es gut, dass geeignete Räume für eine Kita-Erweiterung gefunden wurden. Ebenso ungut ist es, dass der klägliche Rest der Sparkassenfiliale in Afferde nun an die B1 verlagert wird.

Wer sich das ausgedacht hat, ist sicher noch nie – schon gar nicht regelmäßig – den Weg von seiner Wohnung bis zum Edeka zu Fuß gegangen und muss damit nicht nur einen anstrengenden Rückweg (Cumberlandstraße nach oben), sondern auch die jeweils zweimalige Überquerung der B1 schaffen, ohne sich überfahren zu lassen. Bei eingeschränkter Mobilität aufgrund von Alter, Handicap oder auch durch das Mitführen von Kinderwagen oder kleinen Kindern ist die Grünphase kaum zu schaffen, abgesehen davon, dass täglich einige Autofahrer ihre eigene Rotphase gerne überfahren, weil sie ungestraft zu schnell fahren oder beim Autofahren telefonieren oder dösen. Und das ist nun die tolle Lösung für Herrn Lönnecker – außerordentlich „verkehrsfreundlich“. Allerdings nur für alle diejenigen „Verkehrsteilnehmer“, die ihre Wege ohnehin nur per Pkw machen – koste es, was es wolle, was unsere Atemluft und unsere Natur betrifft! Wie gut für Herrn Lönnecker, dass diese Nachricht praktischerweise erst nach der Ortsratswahl publik geworden ist – es hätte ihn etliche Stimmen gekostet! Die Mehrheit der afferdschen Bevölkerung wohnt in den Wohngebieten oberhalb der B1. Insbesondere im Bereich der Straßen Breslauer, Hannoversche, Leipziger wohnen zudem viele ältere alleinstehende Menschen, RentnerInnen und Familien mit geringem Einkommen. Das sind die Bevölkerungsgruppen, für die der Weg zur SK-Filiale jetzt beschwerlicher, länger oder gar nicht mehr gangbar sein wird. Offensichtlich wird genau auf diese Kunden/Kundinnen bzw. BürgerInnen keinerlei Wert gelegt.