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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 31.05.2021 um 17:48 Uhr

Eine Frechheit

Beim Lesen des Artikels ist mir die Galle hochgekommen. Da äußert sich der Ex-Landrat nach langer Zeit des Schweigens über eine Behörde, deren oberster Chef er war. Er hätte es doch in der Hand gehabt, genauere Prüfungen zu veranlassen. Jetzt kritisiert er Polizei und Jugendämter und stellt sich als „Unwissender“ dar, der bis ins Mark erschüttert ist.

Aus seiner Überzeugung sieht er sich als Teil des Staates. Seine Aussage ist in meinen Augen eine Frechheit. Wenn er während seiner Amtszeit keine Informationen oder Erklärungen seitens der zuständigen Ämter erhalten hat, hätte er deutlich nachhaken müssen.

Erst als er heftig kritisiert und angegriffen wurde, hat er reagiert – aber zu seinen Gunsten.

Er schämt sich in keinster Weise, einen Dienstunfall (Burnout) geltend zu machen und dadurch höhere Versorgungsbezüge zu erhalten. Es zeigt sich doch immer mehr, dass er seines Amtes als Landrat nicht gewachsen war.

Wir Bürger wählen einen Landrat, dieser verspricht alles Mögliche und am Ende sieht es dann so aus! Wer kontrolliert eigentlich seine Amtstätigkeiten?

Wie immer, werden die Zuständigkeiten hin- und hergeschoben. Am Ende ist dann keiner verantwortlich. Unsere Politiker müssen sich nicht darüber wundern, wenn die Bürger das Vertrauen längst verloren haben.