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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 25.01.2021 um 16:04 Uhr

Zu: „Das Programm für 2021 steht“, vom 7. Januar

Ein gehöriges Umdenken ist erforderlich

Ah ja, Corona ist längst noch nicht überstanden, die Zukunft der Menschheit ungewiss, und was macht das Hamelner Stadtmarketing? Plant schon mal munter drauflos, was so alles im zweiten Halbjahr 2021 stattfinden wird: Weinfest, Pflasterfest, Autumn Moon und und und.

Hat man denn aus der derzeitigen Pandemiekrise immer noch nichts gelernt? Meint man immer noch, dass hinterher alles wieder so sein kann wie vorher? Großveranstaltungen mit Menschenmassen auf kleinen Räumen, wie die Hamelner Altstadt nun mal einer ist, passen nicht mehr in eine Zukunft, deren Ziel die Erhaltung der bestmöglichen Gesundheit der Menschen sein muss. Covid 19 ist ja nur eine Virus-Variante, Impfungen mögen speziell dagegen helfen. Aber so, wie es jedes Jahr neue Grippe-Erreger gibt, für die immer wieder neue Impfstoffe entwickelt werden müssen, sind auch weitere neuartige Covid-Viren in der Zukunft nicht ausgeschlossen. Und dann beginnt das ganze Drama wieder von vorn.

„Zusammenballungen“ von Menschenmassen in Fußballstadien, auf Konzerten oder anderen Veranstaltungen bieten eine sehr gute Ausbreitungsgrundlage für neue Erreger, Varianten und Mutationen. Da wird wohl für die ganze Lebensweise der Menschheit bald ein gehöriges Umdenken erforderlich sein.

Wie stellte der französische Physiker und Philosoph Blaise Pascal bereits Mitte des 17. Jahrhunderts fest: „Das ganze Unglück der Menschen rührt allein daher, dass sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen.“ Und die Berliner Electropunk-Band Großstadtgeflüster, während eines Konzertes 2017: „Auch Ihr fallt darauf rein, schöne Melodien summ’n, Ihr seid ein Publikum im Diddlmaus-Delirium.“