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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 03.03.2021 um 12:37 Uhr

Zu: „Um Altenauplatz entbrennt Kontroverse“, vom 23. Februar

Drakevase bildet den Mittelpunkt

Der Altenauplatz ist auf einem guten Weg. Die überarbeitete Fassung des Baukomplexes, der die beiden nicht denkmalgeschützten Pensionshäuser ersetzt, nimmt auf gekonnte Weise die ehemalige Struktur der Gebäude an der nördlichen Seite des Altenauplatzes auf. Dem Quellenschutz wird Rechnung getragen.

Gut, dass es überhaupt noch Investoren gibt, die im Kurzentrum neue, auch zeitgenössische Vorstellungen an die Stelle von baufälligen Gebäuden setzen. Mit dem Baumbestand an diesem Platz ist es ein wenig komplizierter. Ich habe mich aber nicht gegen die Fällung gewehrt, wenn der Altenauplatz insgesamt eine Neuanpflanzung von Bäumen nach den Plänen des späten 18. Jahrhunderts erfährt. Man erinnere sich doch an die Neubepflanzung der Klosterallee. Heute ist diese Entscheidung längst von allen Freunden des Kurparks akzeptiert.

Den Mittelpunkt des Altenauplatzes bildet die Drakevase. Sie ist Dreh- und Angelpunkt des Areals, von Friedrich Drake an dieser Stelle für seine Heimatstadt festgelegt. Als Ortskurator unserer Stadt für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz werde ich alles dafür tun, dass dieses hochbedeutende Monument, das im Reliefband die Geschichte von uns Menschen von der Jugend bis ins hohe Alter erzählt, hier seinen Platz behält – gleich, ob als restauriertes Original oder als hervorragende Nachbildung.